Montag, 30. April 2018

Mainz, 30.04.2018

Lohn der Arbeit!? Wenn am Ende des Erwerbslebens Armut droht

Vortrag beim Empfang am Vorabend zum Tag der Arbeit des Referats Berufs- und Arbeitswelt im Bistum Mainz sowie der beiden kirchlichen Sozialverbände Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Kolpingwerk

Beginn ist mit einem Gottesdienst mit Bischof Peter Kohlgraf im Mainzer Dom um 18.00 Uhr. Beim anschließenden Empfang im Tagungszentrum Erbacher Hof wird Prof. Dr. Stefan Sell, Professor an der Hochschule Koblenz zum Thema „Lohn der Arbeit!? - Wenn am Ende des Erwerbslebens Armut droht“ sprechen. Im Anschluss findet eine Aussprache mit den Gästen statt, die Claudia Deeg vom Südwestrundfunk moderieren wird. Im Rahmen des Empfangs ist die Ausstellung „Altersarmut stoppen – Rente sichern“ zu sehen, die reale Fälle von Altersarmut dokumentiert. Die Ausstellung wurde vom Fototeam Hessen e.V. erarbeitet und wird vom Referat Berufs- und Arbeitswelt unterstützt.
An der Diskussion nehmen teil:
- Prof. Dr. Stefan Sell. Hochschule Koblenz
- Dr. Alexander Dombrowsky, Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, (LVU)
- Horst Gobrecht, ver.di Südhessen, Fachbereich Handel
- Hans-Peter Greiner, Diözesanvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)
- Max Zeiher; IG Metall Jugend, Darmstadt
- Ingrid Reidt, Katholische Betriebsseelsorge

Sonntag, 29. April 2018

Neue Veröffentlichung:

Stefan Sell (2018): Arbeitsmarktentwicklung – alles gut? Deutschland zwischen Jobwunder und Jobdilemma, in: Blätter der Wohlfahrtspflege, Heft 2/2018, S. 43-46
Neue Veröffentlichung:

Stefan Sell (2018): Verteilungskrämpfe ganz unten. Diesseits und jenseits der Essener Tafel, in: Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2018): Aktiv gegen Armut im Alter. Mehr Gerechtigkeit für jedes Alter. Ein Leben ohne Angst vor Armut, Münster 2018, S. 19- 30

Ein Werkbuch der Landesseniorenvertretung NRW mit Projektbeispielen, Informationen und Handlungsimpulsen
» Das Buch als PDF-Datei
»Die häufige Verbindung von Armut und Einsamkeit führt immer wieder zu der Frage, wie die betroffenen Menschen erreicht werden können. Das war einer der beiden Impulse, die die Landesseniorenvertretung über die Verabschiedung von Empfehlung gegen Altersarmut zur Herausgabe dieses Werkbuchs führten. Ein weiterer ist generationenübergreifend: Die Landesseniorenvertretung sah und sieht sich als Teil des Generationenverbundes. Ihr Blick auf das Thema Armut ist nicht allein auf die Älteren ausgerichtet, sondern sie bezieht auch die anderen Generationen und Gruppen ein, vor allem die jungen Menschen.
Aus diesen Blickwinkeln heraus wurden auf der Grundlage eines umfassenden Ansatzes beispielhafte Projekte gegen Altersarmut zusammengetragen: Von tatkräftigen Hilfen aus der Praxis bis zur Erkundung und Benennung von Ursachen. So ist dieses Werkbuch einer unabhängigen, politischen Interessenvertretung entstanden. Bei aller differenzierten Betrachtung unterschiedlicher Positionen wird stets der Blick auf die Menschen gerichtet, die von Armut betroffen sind. Für sie wird Position bezogen. Ein solch umfassender Ansatz ist möglich vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrung und einem langen Atem bei der Entwicklung und Setzung sozialer Themen, wie sie der Landesseniorenvertretung eigen sind. Unverzichtbar ist dafür auch, dass kontinuierliche ehrenamtliche Arbeit durch qualifizierte Begleitung und Unterstützung ermöglicht und gesichert wird. So kann unabhängige politische Partizipation gelingen, die einen Beitrag zur Demokratiestärkung leistet.« 
Interviewpartner im Beitrag "Geschönte Arbeitsmarktstatistik" des Politikmagazins "Westpol" (WDR-Fernsehen) am 29.04.2018
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Seit Jahren feiert sich die Politik für sinkende Arbeitslosenzahlen in Deutschland . Wer sich die Statistik jedoch genau anschaut, stellt fest, dass bestimmte Gruppen herausgerechnet werden, obwohl sie eigentlich arbeitslos sind. Dies hat gravierende Folgen für politische Entscheidungen, denn je weniger Arbeitslose es offiziell gibt, desto weniger Gelder werden für arbeitsmarktpolitische Programme und staatliche Unterstützung bereit gestellt. Experten und Wohlfahrtsverbände fordern endlich mehr Ehrlichkeit.
3,7 Millionen - wohlgemerkt - sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte verdienen weniger als 2.000 Euro brutto pro Monat. Das hat Folgen, nicht nur heute schon.
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Samstag, 28. April 2018

Den Finnen geht beim (angeblichen) "Experiment" zum "bedingungslosen Grundeinkommen" (vorsätzlich) die Puste aus und in Deutschland wird dem ganzen Ansatz ein "Sozialstaat 4.0" entgegengestellt.
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Freitag, 27. April 2018

Interview in der Sendung von SWR 1 Thema heute „Macht Hartz IV arm? Frau Schlensog trifft Jens Spahn“ (SWR 1) am 27.04.2018
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Donnerstag, 26. April 2018

Nur nicht zu früh freuen: Wenn die nächste Instanz ein wegweisendes Urteil zu Mitbestimmungsrechten bei der Mindestpersonalbesetzung in der Pflege wieder einkassiert.
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Mittwoch, 25. April 2018

Der Gesetzgeber will den Selbstständigen mit niedrigen Einkommen bei den Krankenkassenbeiträgen helfen. Zur doppelten Ambivalenz der geplanten Absenkung des Mindestbeitragssatzes durch das GKV-Versichertenentlastungsgesetz.
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25.04.2018, Düsseldorf

"Rahmenbedingungen und Herausforderungen der Jugendberufshilfe"

Vortrag auf dem Fachtag zur Jugendberufshilfe anlässlich 40 Jahre AWO Berufsbildungszentrum Düsseldorf

Dienstag, 24. April 2018

24.04.2018, Frankfurt

Kommentierung und Diskussion des Vortrags "Transformation der Arbeit und soziale Sicherheit - Herausforderungen aus Sicht der IG Metall" 

auf dem Sozialpolitischen Forum 2018 der IG Metall: Soziale Sicherheit in Zeiten der Transformation der Arbeit

Montag, 23. April 2018

Ein Schlag ins Gesicht der Pflege, vor allem der Altenpflege. Nach dem Muster: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.
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Samstag, 21. April 2018

Wird ein "staatlich organisierter Raub" endlich beendet? Die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten ist mal wieder Thema im Bundestag.
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Freitag, 20. April 2018

Reicht eine in der Nacht oder müssen es mehr sein? Die finstere Realität bei den (Nicht-)Personalschlüsseln in Pflegeheimen.
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Donnerstag, 19. April 2018

Interview zur Debatte über "Armut in Deutschland" im Deutschen Bundestag in der Sendung "Der Tag" (Phoenix) am 19.04.2018

Mittwoch, 18. April 2018

Ein ordentlicher Schluck aus der Pulle, sagen die einen. Na ja, halb leeres Glas, sagen die anderen: Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.
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Dienstag, 17. April 2018

Alte Muster: Damit die "Hartz IV-Debatte" nicht aus dem Ruder läuft, muss man "die" einen gegen "die" anderen in Stellung bringen. Und dann kann man im Windschatten etwas ganz anderes ansteuern.
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Sonntag, 15. April 2018

Wieder einmal: Von gut gemeinten Verbesserungen für pflegende Angehörige, diesmal bei der Rente. Und einem nicht nur rechnerischen Irrgarten als Folge bürokratischer Differenzierung.
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Samstag, 14. April 2018

Wir haben doch nur gefragt ... Der Missbrauch einer Kleinen Anfrage im Bundestag. Aus den Untiefen der AfD-Welt, über Menschen mit Behinderungen und ein mehr als nur ungutes Gefühl.
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Freitag, 13. April 2018

Studiogast in der Sendung "Nachtcafé" (SWR-Fernsehen) am 13.04.2018 zum Thema "Arm in Deutschland".

»Deutschland geht es gut: Starke Wirtschaft, technischer Fortschritt und die Zahl der Arbeitslosen auf einem Rekordtief. Und doch gibt es eine dramatische Schere zwischen Reich und Arm in unserem Land. Ein erheblicher Anteil der Bevölkerung ist von Armut betroffen. Über sechs Millionen Menschen in Deutschland leben von Hartz IV. Jeder sechste Deutsche gilt als armutsgefährdet. Auf Urlaub verzichten, nach Sonderangeboten Ausschau halten und hoffen, dass das Geld für die nächste Mietzahlung ausreicht – trauriger Alltag für zahlreiche Menschen. Insgesamt gelten in Deutschland über drei Millionen Kinder und Jugendliche als arm. Ins Kino gehen oder ein Eis essen – für viele Kinder Luxus. Und neben der Kinderarmut macht vor allem die Altersarmut betroffen: Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, reicht die Altersversorgung nicht zum Überleben. Wie sieht ein Leben an der Armutsgrenze in Deutschland aus? Wie lässt sich dieser unhaltbare Zustand verändern? Und welche Antworten hat die Politik?

Die Gäste in der Sendung am 13. April 2018:

Renate Paulat - die Rentnerin ist von Altersarmut betroffen,
Alexandra Bohlig - die alleinerziehende Mutter ist durch eine Krebserkrankung berufsunfähig,
Tiago Möhring - der 15-Jährige wächst in Armut auf, obwohl beide Eltern berufstätig sind,
Ralph Rassbach - ist seit einer betriebsbedingten Kündigung auf Hartz IV angewiesen,
Kai Whittaker - CDU-Bundestagsabgeordneter, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales;
Prof. Dr. Stefan Sell - Sozialwissenschaftler und Armutsforscher
Die einen fallen sehr weich, die vielen anderen hart. Die Belegschaft von Kaufhof soll das Unternehmen vor der Insolvenz retten.
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Düsseldorf, 13.04.2018

Altersarmut ist sozialer Sprengstoff

Vortrag auf der Veranstaltung "Armut und Einsamkeit im Alter: Was brauchen wir in Düsseldorf?" 

Donnerstag, 12. April 2018

Neue Zahlen zu den Sanktionen im Hartz IV-System: Die Relativierung eines eigentlich unrelativierbaren Existenzminimums und die erneuten Vorstöße für kleine Korrekturen im System.
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Dienstag, 10. April 2018

Über das unauflösbare Dilemma zwischen Bedürftigkeit und Vermögen in einer steuerfinanzierten bedürftigkeitsabhängigen Sozialhilfe oder: Wenn Politiker mal eben die Systemfrage stellen.
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Montag, 9. April 2018

Der Mangel an (bezahlbarem) Wohnraum in trockenen Zahlen mit viel individueller Not und gesellschaftlichen Sprengsatz dahinter.
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Sonntag, 8. April 2018

Die abgehobene und letztendlich verlogene Hartz IV-Debatte.
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Freitag, 6. April 2018

Von einer "Kita-Pflicht" als Papiertiger bis hin zu einem Mangel an normalen Kita-Plätzen - ein "Staatsversagen" in Berlin?
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Donnerstag, 5. April 2018

"Nicht-arbeitslose" Arbeitslose. Ein gar nicht so kleines Beispiel aus den Eingeweiden der Arbeitsmarktstatistik.
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Mittwoch, 4. April 2018

Interview zum Thema "Gründe für die hohe Abbrecherquote bei Auszubildenden" in der Sendung "Wirtschaft und Gesellschaft" (Deutschlandfunk) am 04.04.2018
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Laut dem Berufsbildungsbericht 2018 brechen 25,8 Prozent aller Lehrlinge ihre Ausbildung ab. Allerdings machten viele davon danach in anderen Betrieben oder in anderen Berufen einen Abschluss, erklärte der Arbeitsmarkt-Experte Stefan Sell im DLF. Trotzdem gebe es sowohl auf Ausbilder- als auch auf Lehrlingsseite viele Probleme.
Vom Schmuddelkind zur Erfolgsstory? Der gesetzliche Mindestlohn, seine Vermessung und die Frage: Wie hoch darf er denn sein?
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Dienstag, 3. April 2018

Immer mehr Pakete auf der Suche nach Menschen, die sie transportieren und verteilen. Die Paketdienste und ein hausgemachtes Personalproblem.
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Montag, 2. April 2018

Pflegenotstand: (Wieder mal) Ausländer rein! Also in die Pflege. Die verzweifelte Hoffnung stirbt offensichtlich zuletzt.
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