Donnerstag, 31. Oktober 2013

Immer wieder wird man mit der Aussage konfrontiert, dass das deutsche Gesundheitssystem eines der besten auf diesem Globus sei. Und bei aller Kritik: Wenn man die Versorgungssituation in Deutschland vergleicht mit der Wartelisten-Steuerung oder gar der Rationierung bestimmter Leistungen in Abhängigkeit beispielsweise vom Alter in anderen Ländern, dann muss man wirklich zugestehen, dass bei uns auch Menschen Zugang zu wichtiger medizinischer Versorgung bekommen, die es in anderen Ländern weitaus schwerer haben. Auf der anderen Seite ist es unvermeidbar, die Ergebnisse und die Leistungsfähigkeit des eigenen Gesundheitssystems permanent einer kritischen Prüfung und Infragestellung zu unterwerfen.
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Mittwoch, 30. Oktober 2013

Ein schrumpfender "Ausbildungsmarkt" (der kein wirklicher Markt ist) für viele Jugendliche in Zeiten des (angeblichen) Fachkräftemangels und nicht besetzbarer Ausbildungsplätze in vielen Betrieben?
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Dienstag, 29. Oktober 2013

Interview zum Thema "Mindestlohn: Chance oder Fiasko für den Arbeitsmarkt?" beim Internet-Radiosender detektor.fm am 29.10.2013
29.10.2013, Frankfurt

„Inklusion – Nicht immer ist gut gemeint auch gut gelungen“

Vortrag auf dem Diakonieforum 2013 mit dem Thema "Inklusion" des Diakonischen Werks in Hessen-Nassau
Interviewpartner im Beitrag "Mindestlohn im Friseurhandwerk" im "Morgenmagazin" (ZDF) am 29.10.2013, 05:30 - 09:00 Uhr

Montag, 28. Oktober 2013

Mit Gottes Hilfe gegen den gesetzlichen Mindestlohn? Was bleibt, sind immer wieder solche Behauptungen: Die Gefährdung der Tarifautonomie, die angeblich ganz vielen Ungelernten im Niedriglohnsektor und die Produktivitätsfrage.
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Sonntag, 27. Oktober 2013

Überall sind die Folgen der grassierenden Personalkostensenkungsstrategien und damit verbunden des zunehmenden Mangels an Personal zu spüren. Das führt dann nicht nur zu der immer gebetsmühlenhafter vorgetragenen Forderung des verbliebenen Personals nach einer Entlastung durch eine Personalaufstockung, sondern hin und wieder zu wütenden oder verzweifelt-frustrierten Protesten derjenigen, die von den Folgen des Personalmangels betroffen sind. Der eine oder die andere wird an dieser Stelle sofort an die Pflege denken oder auch - zunehmend - an die Erzieher/innen in den Kindertageseinrichtungen.
Aber kaum einer denkt hier wahrscheinlich an die Gefangenen im Strafvollzug.
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Samstag, 26. Oktober 2013

Dicke Backen machen gehört zur Jobbeschreibung. Die Arbeitgeberfunktionäre machen mobil gegen einen möglichen Mindestlohn und gegen eine mögliche Regulierung der Werkverträge.
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Zuweilen kann man schon den Eindruck bekommen, es gibt eine Flut von Preisen und Auszeichnungen für irgendwelche Modellprojekte, deren Relevanz aber häufig in keinem Verhältnis zu den Lobeshymnen über die Preisträger stehen. Auf der anderen Seite kann man über diesen Weg auch Aufmerksamkeit schaffen für innovative Ansätze und Ideen, denen man eine weitere Ausbreitung wünscht. Und eine eigene Bedeutung kann das haben, wenn es um Themen und Menschen geht, die immer mehr aus dem Fokus der Berichterstattung und der Aufmerksamkeit fallen. Dazu gehört derzeit bei uns in Deutschland sicher und in zunehmenden Maße die Gruppe der jungen Menschen, die große Schwierigkeiten haben oder es schlichtweg nicht schaffen, die Hürde zwischen Schule und Berufsausbildung zu nehmen - aus ganz unterschiedlichen Gründen.
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"Menschen aus der Niedriglohnfalle befreien".
Gastbeitrag zur aktuellen Mindestlohndebatte in der Rhein-Zeitung vom 26.10.2013, S. 7

Freitag, 25. Oktober 2013

Seit dem 1. August 2013 kann man nach Sichtung der Berichterstattung den Eindruck bekommen, dass hinsichtlich der Kindertagesbetreuung in Deutschland alles in Ordnung ist. Vor dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr wurde spekuliert, ob die Kommunen unter einer Klagewelle frustrierter Eltern zusammenbrechen werden - und als dann direkt Anfang August kein Klage-Tsunami ausbrach, hat sich ein Großteil der Medien wieder anderen mehr oder weniger wichtigen Themen zugewandt. Aber diejenigen, die sich mit dem Feld beschäftigen, wissen genau, dass es zahlreiche Baustellen gibt, die aufgemacht wurden und in einem teilweise katastrophalen Zustand sind. Und viele wissen auch, dass seit Jahren und gerade im Zusammenhang mit der Ausweitung der Betreuung auf die ganz kleinen Kinder immer wieder darauf hingewiesen wird, dass wir dringend Verbesserungen der Strukturqualität benötigen. Was man beispielsweise für einen Personalschlüssel braucht, das wurde und wird immer wieder vorgetragen. Genau so verhält es sich mit anderen Voraussetzungen  guter Arbeit in den Kindertageseinrichtungen - und in der Kindertagespflege, die meistens vergessen wird.
Aber kaum jemand spricht über die Finanzen - und am Gelde hängt's natürlich auch hier. Und gerade in diesem Bereich, der gekennzeichnet ist durch eine erhebliche Unterfinanzierung sowie gleichzeitig auch durch eine hoch problematische Fehlfinanzierung. Und wenn wir die Bedingungen in den Einrichtungen und bei den Tagespflegepersonen im Interesse der Kinder wirklich verbessern wollen, dann brauchen wir nicht nur mehr Geld, sondern dieses Geld muss anders aufgebracht werden. Deshalb fordere ich bereits seit langem eine deutlich stärkere und regelgebundene Mitfinanzierung des Bundes und damit verbunden eine spiegelbildliche Entlastung der Kommunen und der Eltern.
Dazu habe ich nunmehr als Diskussionsvorschlag die Grundzüge eines "KiTa-Fonds" entwickelt, mit dem man die angestrebte Reform der Finanzierung realisieren könnte, wenn man denn wollte. Und ich habe das verknüpft mit dem in Aussicht gestellten "Bundesqualitätstgesetz" für die Kindertagesbetreuung.

Am Donnerstag, dem 24.10.2013, hatte ich die Möglichkeit, mein Modell vor der Bundespressekonferenz in Berlin zu präsentieren, gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden der AWO, der angesichts der eigenen Erfahrungen in den 2.300 Kitas des Verbandes weiß, dass man jetzt auch mal konkreter darüber diskutieren muss, wie viel Geld wir brauchen und wer es denn aufbringen soll.
Wer mehr dazu erfahren möchte, den verweise ich an dieser Stelle auf meinen Blog-Beitrag "Kindertagesbetreuung - war da nicht mal was? Ja - und da sind weiterhin viele Baustellen. Und Baustellen kosten bekanntlich Geld. Also wird es Zeit, über Geld zu reden. Und nicht nur über zu wenig Geld", den ich auf der Seite "Aktuelle Sozialpolitik" als Einstieg und Zusammenfassung veröffentlicht habe.

Wer sich für meinen Modellvorschlag einen "KiTa-Fonds" betreffend interessiert, kann sich eine Zusammenfassung hier als PDF-Datei downloaden:

Stefan Sell: Die Finanzierung der Kindertagesbetreuung vom Kopf auf die Füße stellen. Das Modell eines „KiTa-Fonds“ zur Verringerung der erheblichen Unter- und Fehlfinanzierung der Kindertagesbetreuung in Deutschland, Berlin 2013

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Studiogast in der Sendung "Mindestlohn statt Hungerlohn - Sorgt die Große Koalition für bessere Jobs?" in der Talksendung "Anne Will" am Mittwoch, 23.10.2013, 22:45 - 0:00 Uhr (ARD)


Weitere Studiogäste zu dem Thema: Julia Klöckner, stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, Olaf Scholz, stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender und Erster Bürgermeister der Stadt Hamburg, Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln sowie Jonny Sauerwein, Inhaber eines Landhotels in Sachsen.
Interviewpartner im Beitrag „Billig-Lohn-Modell Werkvertrag“ des Politikmagazins „Fakt“ (ARD) am 22.10.2013, 21:45 – 22:15 Uhr
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In Deutschland wird diskutiert, wie der Arbeitsmarkt organisiert werden könnte, dass alle Beschäftigten von ihrem Lohn auch leben können. Derzeit boomen aber eher Billiglöhne, Leih- und Zeitarbeit. Zunehmend werden auch Werkverträge zum Lohndumping benutzt.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Der Arbeitsmarkt ist ein weites Feld - und weit unter dem diskutierten Mindestlohn brodelt das Lohndumping. Man muss nur hinschauen (wollen).
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Montag, 21. Oktober 2013

Der Mindestlohn als große Schweinerei. Nein, nicht so, wie jetzt manche reflexhaft denken. Sondern die Fleischindustrie will mit einem solchen sauberer werden.
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Interviewpartner im Beitrag "Pro und Contra Mindestlohn" im "Mittagsmagazin" (ARD) am 21.10.2013, 13:00 - 14:00 Uhr

Sonntag, 20. Oktober 2013

Interviewpartner im Beitrag "Hartz IV-Urteil. Mehr Sozialleistungen für Zuwanderer?" in der Sendung von "Cosmo TV", dem integrationspolitischen Fernsehmagazin (WDR-Fernsehen) am 20.10.2013, 16:00 - 16:30 Uhr
"Die Preise für Mädchen sind niedrig: Sie liegen zwischen 500 und 2.000 Euro". Ökonomisch ist das "gut" für Deutschland. Menschlich eine Katastrophe.

Diese Tage drehen sich die Debatten in Deutschland vor allem darum, ob demnächst aufgrund eines möglichen Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro in der Stunde Millionen arbeitslos gewordener Niedriglöhner bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern Schlange stehen werden und zum anderen schaut man mit größer werdenden Interesse in die Schatullen der Kirchen, vor allem der katholischen Kirche. Dabei gibt es durchaus weitere Themen, die von Interesse sein sollten, allerdings irgendwie nur am Rande abgehandelt werden und es nicht schaffen, in das Zentrum der Aufmerksamkeit vorzustoßen. Möglicherweise liegt das daran, dass bei diesen Themen Deutschland, diese angebliche Prachtexemplar eines modernen Landes, gar nicht gut wegkommt. Werfen wir also mal einen Blick auf das Thema Menschenhandel.
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Donnerstag, 17. Oktober 2013

"Wer da hat, dem wird gegeben" - manchmal aber lohnt es sich, dabei genauer hinzuschauen, was man bekommt
Normalerweise ist es ja so, dass in Studien immer nachgewiesen wird, dass Menschen, die ökonomisch schlechter gestellt sind, auch in vielen anderen Lebensbereichen mit schlechteren Bedingungen konfrontiert sind. Dazu gehört auch der Gesundheitsbereich.
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Der Mindestlohn im Ringkampf der Parteien und Ökonomen - zugleich ein Fallbeispiel für die Reduzierung von Arbeitsmarktpolitik auf eine unterkomplexe Ein-Punkt-Politik.
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Interviewpartner im Beitrag "Mindestlohn - was ist das?" in der "Landesschau Rheinland-Pfalz" (SWR-Fernsehen) am 17.10.2013, 18:45 - 19:45 Uhr
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Mittwoch, 16. Oktober 2013

"Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat" (Winston Churchill)
Eine Gruppe von Wirtschaftsforschungsinstituten wird am morgigen Donnerstag das "Herbstgutachten 2013" der Öffentlichkeit vorstellen. Und da sagen sie auch was zum Thema Mindestlohn.
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Montag, 14. Oktober 2013

Neue Veröffentlichung:

Sell, S. (2013): Potenziale nutzen und Perspektiven schaffen - Fachkräftesicherung als bildungspolitischer Auftrag, in: Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.): Perspektive Berufsabschluss. Dokumentation der Fachtagung vom 4. Juni 2013 in Berlin, Bonn 2013, S. 10-20
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Sonntag, 13. Oktober 2013

Wenn ein Speditionsunternehmen in Lettland philippinische Lkw-Fahrer mit lettischer Arbeitserlaubnis quer durch EU-Europa fahren lässt - dann versteht man den Schulterschluss von Logistik-Unternehmen und der Gewerkschaft ver.di in Deutschland.
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Über Inklusion wird in Deutschland zumindest immer mehr geredet - was aber bekanntlich nicht gleichzeitig bedeuten muss, dass wir auch immer mehr davon in der Realität bekommen. Nicht selten wird das Nicht-Tun mit Viel-Reden überdeckt. Erschwerend kommt hinzu, dass man in Deutschland gerne dazu neigt, solche Groß-Themen wie Inklusion (die sich aber in praxi oftmals nur sehr kleinteilig und individuell auf einen konkreten Fall bearbeiten lassen) unter dogmatischen Gesichtspunkten zu behandeln - meistens läuft das dann unter Codierungen ab wie "dafür-dagegen", "gut-schlecht", mithin also in der bekannten Schwarz-Weiß-Typologie letztendlich ideologischer Debatten.
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Samstag, 12. Oktober 2013

Interviewpartner im Beitrag "10 Jahre Hartz IV" in der Nachrichtensendung "Aktuelle Stunde" (WDR-Fernsehen) am 12.10.2013, 18:50 - 19:30 Uhr
Interviewpartner im Beitrag "Keine Allheilmittel gegen Armut. Vor- und Nachteile eines gesetzlichen Mindestlohns oder einer tariflichen Lohnuntergrenze" in der Hintergrund-Sendung des Deutschlandfunks (DLF) am 04.10.2013, 18:40 - 19:00 Uhr
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Eine Kernforderung der SPD ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler warnen jedoch davor, eine solche Regelung mit überzogenen Hoffnungen zu überfrachten. Aber auch die von der Union vorgeschlagene Lohnuntergrenze schützt nicht vor Dumpinglöhnen.
"Deutschland ist nicht das Paradies", findet der spanische Radiosender Cadena Ser. Wie kommt man nur zu so einer Schlussfolgerung?
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Freitag, 11. Oktober 2013

From bad to worse: Wenn die Suppenküchen des Roten Kreuzes und anderer Hilfsorganisationen in Europa wieder angeworfen werden (müssen) und Google auf den Bermudas Urlaub macht.
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11.10.2013, Berlin

„Familie aus dem Gleichgewicht? Veränderte Rollen – neue Aufgaben“

Plenumsvortrag auf der Wissenschaftlichen Jahrestagung 2013 der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke)

Dienstag, 8. Oktober 2013

Interviewpartner  im Beitrag "Billige Auszubildende. Wie eine Supermarktkette mit dem Nachwuchs umgeht" des Politikmagazins "Report Mainz" (ARD) am 08.10.2013, 21:45 - 22:15 Uhr
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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Interview zu Thema Bilanz der Familienpolitik aus Sicht der Wirtschaftsforscher vom DIW, Ifo und ZEW und ihrer Kritik an der Bewertung durch Bundesfamilienministern Schröder in der Nachrichtensendung von SWRinfo am 02.10.2013, 14:20 - 14:24

>> Zum Thema vgl. auch "Experten gegen Kristina Schröder: Fünf Ideen für eine bessere Familienpolitik“ sowie ausführlich Bonin, H. et al.: Zentrale Resultate der Gesamtevaluation familienbezogener Leistungen, in: DIW Wochenbericht Nr. 40/2013

Dienstag, 1. Oktober 2013

Interview zum Thema "Arbeitgeber Bundestag" in der Morgensendung im Rahmen der Themenwoche zu den Arbeitsverhältnissen im Bundestag auf radioeins (rbb) am 01.10.2013, 08:40 - 08:45 Uhr