Sonntag, 30. Juni 2013

Mit den Millionen kann man schon mal durcheinander kommen: Von Leistungsberechtigten, An-sich-Leistungsberechtigten und der Restgruppe der Arbeitslosen. Und was das alles mit dem Regelsatz für Hartz IV-Empfänger zu tun hat.
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Es ist wirklich viel los auf dem Arbeitsmarkt, der in Wirklichkeit ein Sammelsurium von unendlich vielen einzelnen Arbeitsmärkten ist. Aber egal, ob es um den Arbeitsmarkt für Lohnsklaven aus Osteuropa geht oder um scheinbar selbständige hochqualifizierte Freelancer, die IT-Projekte bearbeiten - immer geht es um Angebot und Nachfrage und vor allem um die Frage, in welcher Asymmetrie sich das Arbeitsangebot zur Arbeitsnachfrage befindet. Wenn dieses Ungleichgewicht zu groß ist oder wird, dann kommt es zu Ausbeutung und bei fehlender Regulierung zu einer Rutschbahn nach unten, der sich auch die "guten" Unternehmen nicht entziehen können.
Nun also wird ein neues Fallbeispiel der interessierten Öffentlichkeit präsentiert - und es stammt mal nicht aus den Untiefen der Fleischindustrie oder des Einzelhandels, sondern aus den klimatisierten Hallen der modernen Telekommunikationswirtschaft: Die Telekom hat offenbar ein Problem mit Scheinselbständigkeit.
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Samstag, 29. Juni 2013

Interview zum Thema „Falsche Anreize – Bundesrechnungshof kritisiert Bundesagentur für Arbeit“ in der Sendung „Arbeitsplatz“ (SWR 1) am 29.06.2013, 14:00 – 15:00 Uhr
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Freitag, 28. Juni 2013

Es gibt Dinge, die kann und muss man nur noch als Zynismus pur zur Kenntnis und Anklage bringen. Vor wenigen Tagen erst wurde in der ARD die Dokumentation "Lohnsklaven in Deutschland. Miese Jobs für billiges Fleisch" gezeigt. Und wenn man jetzt glaubt, dass das und die Berichterstattung rund um die nur als kriminell einzuordnenden Vorgänge wenigstens etwas verändern könnte für die betroffenen Menschen, dann muss man zur Kenntnis nehmen, dass dem nicht so ist.
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"Vermittlungsskandal 2.0" bei der Bundesagentur für Arbeit? Nein. Es ist viel schlimmer: Hier geht es um die Systemfrage. Oder: Vom eigentlichen Skandal hinter der Zahlenhuberei
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Donnerstag, 27. Juni 2013

27.06.2013, Koblenz

"Wachsender Niedriglohnsektor und prekäre Arbeitsverhältnisse
in Deutschland - Auswege aus der Krise"

Impulsvortrag auf einer Diskussionsveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Deutschland wird immer mehr zum Billiglohnland im europäischen Vergleich! Schon seit einigen Jahren wächst der Anteil der Beschäftigten, die für ihre Arbeit weit unterdurchschnittlich entlohnt werden. Mittlerweile zählen mehr als 20% aller Beschäftigten in Betrieben mit zehn oder mehr Mitarbeitern zu Angehörigen des Niedriglohnsektors. Bei Arbeitgebern, die tariflich nicht gebunden sind, ist der Anteil von Niedrigverdienern mit 31% sogar noch höher. Viele der Beschäftigten befinden sich zudem in prekären Arbeitsverhältnissen mit ungesichertem rechtlichen Status. Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen - mit fatalen Konsequenzen auch für die sozialen Sicherungssysteme. Um diesen Trend zu stoppen, wäre vor allem die Politik gefragt, um einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland durchzusetzen, was auch diskutiert wird.
Aber reicht dies aus? Müssen nicht noch weitere flankierende Maßnahmen erfolgen, die im präventiven Bereich ansetzen, damit möglichst wenig Menschen gar nicht erst Gefahr laufen, in den Niedriglohnsektor zu geraten? Wie können beispielsweise junge Menschen auf das spätere Arbeitsleben besser vorbereitet werden? Welche Rolle spielen berufsqualifizierende Maßnahmen für Menschen im Arbeitsleben? Und wie können zudem die Rechte von Geringverdienern gestärkt werden? (Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Rheinland-Pfalz/Saarland)

Termin: Donnerstag, 27.06.2013 um 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: Kulturfabrik, Mayer-Alberti-Straße 11, 56070 Koblenz

Begrüßung: Dr. Martin Gräfe, Friedrich-Ebert-Stiftung

Impulsvortrag:
Prof. Dr. Stefan Sell, Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften, Hochschule Koblenz

Diskussionspartner:
=> David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz
=> Ulrike Mohrs, Leiterin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen
=> Detlev Pilger, Berufsschullehrer und Ratsmitglied der Stadt Koblenz
Moderation: Ali Yener, IG Metall

Mittwoch, 26. Juni 2013

Interviewpartner im Beitrag "Die Schlecker-Pleite. Ein Jahr danach" des Politikmagazins "Kontrovers" (Bayerisches Fernsehen) am 26.06.2013, 21:00 - 21:45 Uhr

Rund 27.000 Beschäftigte verloren durch den spektakulären Zusammenbruch der Drogeriekette ihren Job. Die Politik versprach Hilfe und Umschulungsangebote im großen Stil. Wie geht es den "Schlecker-Frauen" heute?
Interviewpartner im Beitrag „Strategien gegen den Erziehermangel. Kommunen wollen mehr Quereinsteiger ausbilden: Um dem Erziehermangel entgegen zu wirken, setzen immer mehr Kommunen auf die Qualifikation berufsfremder Quereinsteiger“ im Wissenschaftsmagazin „nano“ (3sat) am 21.06.2013, 18:30 – 19: 00 Uhr
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Dienstag, 25. Juni 2013

Da kämpfen wir noch mit der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, der in wenigen Wochen scharf gestellt wird, da fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) schon mal gleich den nächsten Rechtsanspruch, diesmal auf einen Ganztagsschulplatz, da kritisiert man die "Geringfügigkeitsfalle" für Frauen durch die 450 Euro-Jobs oder die so genannte "Gender Gap" bei der Entlohnung von Frauen und Männern, da werden erbitterte Debatten über Quoten geführt - das alles und mehr steht immer auch in einem gleichstellungspolitischen Kontext. Da werden auch gerne die "modernen Männer", von denen es angeblich immer mehr geben soll, bemüht, die sich lieber mehr um die Familie kümmern möchten, als sich weiterhin im Laufrad der Erwerbsarbeit bis zur Besinnungslosigkeit abzustrampeln. Und man weckt - ob gewollt oder ungewollt - die Erwartungshaltung, als ließe sich die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern gleichsam "biologisch" auflösen, wenn die alten Herren mal aussterben.
Und dann wird man mit so einer Schlagzeile konfrontiert: "Jungs kleben an traditionellen Familienmodellen". Rums.
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Interview zum Thema "DIHK fordert Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz" im Mittagsmagazin von HR 1 am 25.06.2013, 12:00 - 14: 00 Uhr

Montag, 24. Juni 2013


Keine gute Empfehlung für Vegetarier und 45 Minuten wirklich harte Kost. Minuten, in denen die beiden NDR-Autoren Marius Meyer und Michael Nieberg mit ihrer Dokumentation "Lohnsklaven in Deutschland. Miese Jobs für billiges Fleisch" zu vorgerückter Stunde im ARD-Programm ein wenig den dicken Mantel anheben, der über das, was in deutschen Schlachthöfen passiert, gelegt wurde.
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Podiumsdiskussion zum Thema "Minijobberinnen und Altersarmut"

mit der DGB-Regionsvorsitzenden von Koblenz, Gabriele Weber, Prof. Dr. Stefan Sell (Hochschule Koblenz), Martin Schmitt von der Grünen Landesarbeitsgemeinschaft Soziales und Dr. Christa Lenz von der Beratungsstelle Frau und Beruf Ahrweiler im Raum C 125 des RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz am 24.06.2013, 18:30 - 20:30 Uhr
Interview zum Thema "Werkverträge und Lohndumping" im Morgenmagazin von WDR 2 am 24.06.2013, 09:10 - 09:14 Uhr
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Samstag, 22. Juni 2013

Burger-Brater kriegen jetzt noch mehr Feuer - Naujoks, der Vollstrecker der Arbeitgeber, ante portas

Die einen hassen es, die anderen lieben es - auf alle Fälle gehen viele zu den Burger-Bratern wie McDonald's oder Burger King, um eine bestimmte Variation von Essen zu sich zu nehmen. Und immer wieder wird dieser Teil des Gaststättengewerbes auch angesichts der dort herrschenden Arbeitsbedingungen thematisiert und kritisiert. In der letzten Zeit wurde man immer wieder mit Burger King konfrontiert.
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Freitag, 21. Juni 2013

Der Fortschritt ist eine Schnecke, die den Putzfrauen (und wenigen Putzmännern) höhere Löhne bringt, jedenfalls bei den Arbeitgebern, die sich daran halten.
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Donnerstag, 20. Juni 2013


Vier Jahre lang untersuchten große Forschungseinrichtungen und Universitäten das Dickicht familienpolitischer Einzelleistungen. Konsequenzen aus ihren Erkenntnissen? Familienministerin Schröder hält das nicht für notwendig. Nur im Steuerrecht soll sich wirklich etwas ändern.
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"Pflege-Bahr": Begeisterung für das "Erfolgsmodell" (bei der Versicherungswirtschaft)
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Auf der Website "qualiboXX. Portal für den Übergang Schule - Beruf" des Bundesinstituts für Berufsbildung ist ein längeres Interview mit mir als Video eingestellt zur Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Hier geht es direkt zu dem Interview.


Die Redaktion hat das Gespräch in sechs Fragen gegliedert und man kann meine Antworten auf jede dieser Frage einzeln als Video abrufen.

Hier die Fragen:

1) Alle Welt spricht vom drohenden Fackräftemangel. Wie sinnvoll ist es, Jugendliche aus Südeuropa für eine Ausbildung in Deutschland zu akquirieren?

2) Aktuell sind 33.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt. Sind das nicht „goldene Zeiten“ für Ausbildungsplatzsuchende?

3) Warum kommt die Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt nicht bei den Jugendlichen an, die im Übergangssystem landen?

4) Viele Jugendliche gelten als nicht ausbildungsreif. Sind so viele Jugendliche nicht in der Lage den Anforderungen der Betriebe gerecht zu werden?

5) Es gibt sicher einen Anteil an Ausbildungswilligen, die sich auf einem „Markt“ nicht anbieten können, da sie den Anforderungen einer regulären Ausbildung nicht gerecht werden können. Wie kann deren berufliche Perspektive aussehen?

6) Wie müssen sich die Qualität der Ausbildung und die Ausbildungspraxis verändern, um auf diese Problemlagen zu reagieren?

Mittwoch, 19. Juni 2013


Warum nur nach 69 streben? Da geht doch noch was. Wieder eine Studie zur Rente und ihrem (Nicht)Beginn.
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Die mehr als hochsommerlichen Temperaturen sorgen offensichtlich nicht nur bei der Deutschen Bahn für Ausfälle bei den Klimaanlagen, sondern auch in der Arbeitsmarktpolitik. Nehmen wir als Beispiel die vielgescholtenen "Ein-Euro-Jobs", in der korrekten Terminologie heißen die "Arbeitsgelegenheiten".
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Dienstag, 18. Juni 2013


8.06.2013, Sinzig

"Goldene Zeiten für junge Menschen, "Zuwendungsroboter" in überfüllten Pflegeheimen und Wölfe in der menschenleeren Eifel? - Die demografische Entwicklung als Megathema der vor uns liegenden Jahre"

Vortrag im Rahmen der Reihe "Forum Zukunft" am Rhein-Gymnasium Sinzig

Montag, 17. Juni 2013

Warum die "Niedrigzinsfalle" auch ein großes Thema für die Sozialpolitik ist.
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Samstag, 15. Juni 2013

Darf der das? Der Chef der Bundesagentur für Arbeit kritisiert "zunehmende Lohnungleichheit". Er soll das sogar, weil die eigentliche Botschaft eine andere ist.
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Viele werden in den vergangenen Monaten die Berichterstattung über den "Fall Mollath" verfolgt haben - und darunter wird es viele Menschen geben, deren Gemütszustand sich von anfangs distanziert über irritiert bis zunehmend entgeistert und empört verändert haben wird. Dies vor allem deshalb, weil neben der von außen grundsätzlich immer schwer zu beurteilenden Frage, weswegen dieser Mann eigentlich seit 7 Jahren (!) in der geschlossenen Psychiatrie weggeschlossen ist, dem einen oder der anderen bewusst geworden ist, dass es in diesem Land einen Paragrafen gibt, bei dessen Aktivierung man einen Menschen auf unabsehbare Zeit - im schlimmsten Fall bis zum Tod - wegsperren kann: Es geht hier um den § 63 StGB: Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.
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Wozu Kritik an den letzten Außenposten des Sozialstaats führen kann: Die Bundesagentur für Arbeit exkommuniziert Frau H. aus H. und schießt ein veritables Eigentor
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Donnerstag, 13. Juni 2013

Man wird sich einen neuen Begriff merken müssen: "Phantom-Erzieher". Eingebettet in die aktuelle Diskussion über den Fachkräftemangel im Kontext des Ausbaus der Betreuungsplätze für die unter dreijährigen Kinder könnte man auf den Gedanken kommen, hierbei handelt es sich eben um die Erzieher/innen, die da sein müssten, es aber nicht sind. Das stimmt aber nur teilweise. Jedenfalls in Berlin scheint es offensichtlich anders zu sein: Da sind die nicht da, sie werden aber bezahlt. Also gleichsam "veredelte Phantom-Erzieher".
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Wenn Inklusion zu einem Überlebenskampf im Rollstuhl mutiert, dann ist das kafkaeske Gehäuse der Bürokratie nicht weit.
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„Von Sandsäcken und Geldsäcken“. Interview mit Stefan Sell über den Ministerpräsidentengipfel zur Hochwasser-Solidarität in der Sendung „Journal am Morgen“ (SWR 2) am 13.06.2013, 08:05 – 08:30 Uhr
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13.06.2013, Lahnstein

„Bildung, Arbeit, Alter – Unsere Zukunft vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“

Impulsvortrag bei der „Themenwerkstatt Demografischer Wandel. Fachinformationen und journalistische Strategien.“ Intensiv-Workshop für Redakteure in Kooperation mit dem Verband der Zeitungsverleger in Rheinland-Pfalz und Saarland

Montag, 10. Juni 2013


10.06.2013, Berlin

„Gesellschaftliche Herausforderungen der Wohlfahrtspflege – sozialpolitische Ansätze“

Eröffnungsvortrag auf dem DRK-Wohlfahrtskongress „Menschen helfen, Gesellschaft gestalten Perspektiven der DRK-Wohlfahrts- und Sozialarbeit“

Samstag, 8. Juni 2013


08.06.2013, Saarbrücken

„Schritte zur Verringerung und Verhinderung von Familienarmut bei Alleinerziehenden“

Vortrag auf der Fachtagung „Ohne Alternative – arm, ärmer, alleinerziehend? Familienarmut im Lebensverlauf“ des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter - Bundesverband

Donnerstag, 6. Juni 2013


06.06.2013, Berlin

„Öffentlich geförderte Beschäftigung als notwendiges Instrument für gerechte Teilhabe an Arbeit“

Abschlussvortrag auf der Fachtagung „Gerechte Teilhabe an Arbeit
als gesellschaftliche und politische Herausforderung“ des Evangelischen Fachverbands für Arbeit und soziale Integration (EFAS)

Mittwoch, 5. Juni 2013

05.06.2013, Köln

Podiumsdiskussion "Armutszeugnis für ein reiches Land: Altersarmut"

mit Dr. Barbara Bojack, Psychotherapeutin, Gießen, Dr. Jochen Pimpertz, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln, Prof. Dr. Stefan Sell, Sozialwissenschaftler, Hochschule Koblenz und Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen, ver.di, Berlin

Veranstalter: Paritätischer Köln mit der VHS Köln

Die ganze Diskussion über die Kindertagesbetreuung kreist zunehmend nur noch um den August dieses Jahres, wenn der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr scharf gestellt wird. Zum einen wird immer wieder die Frage hin- und hergewendet, ob denn ausreichend Plätze vorhanden sein werden, zum anderen füllen immer mehr Berichte die Medien über die teilweise karikaturalen Erfahrungen von Eltern bei der Suche nach irgendeinem Betreuungsangebot für das Kind. Und die Verantwortlichen schauen nur noch auf "die" Quote und versuchen, diese mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln nach oben zu treiben. Darüber wurde auch auf dieser Seite immer wieder berichtet. Nun ist aber eine neue Studie veröffentlicht worden, die einen etwas anderen Blick auf die (Nicht-)Inanspruchnahme der Kitas geworfen hat.
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05.06.2013, Koblenz

„Unerfüllbare Erwartungen oder dienende Funktion? Zur Unauflösbarkeit von Wirtschaft, Sozialem und Ethik“

Eröffnungsvortrag auf dem 1. Koblenzer Hochschulforum „Wert und werteorientiertes Wirtschaften. Was bringt das? Wie geht das?“

Dienstag, 4. Juni 2013


Interviewpartner im Beitrag „Frust im Jobcenter. Kunden und Mitarbeiter unter Druck“ des Politikmagazins „Frontal 21“ (ZDF) am 04.06.2013, 21:00 – 21:45 Uhr

=> Die Interviews mit Stefan Sell und mit Uwe Lehmensiek, dem Vorsitzenden der Jobcenter-Personalräte, sind auf der Webseite von „Frontal 21“ in voller Länge eingestellt » Videos

Aus der redaktionellen Ankündigung des Beitrags:
»Wieder weniger Erwerbslose im Mai, der deutsche Arbeitsmarkt trotzt der Krise. Kaum noch Probleme auf dem Arbeitsmarkt - so scheint es. Doch die Realität in den Jobcentern sieht anders aus.
Zu wenig Beschäftigte, tausende nur in befristeten Verträgen, selbst von Arbeitslosigkeit bedroht. Dem gegenüber gut sechs Millionen Bezieher von Hartz IV, viele davon Langzeitarbeitslose, erhalten immer weniger sinnvolle Weiterbildungen. Stattdessen stiegen die Sanktionen gegen Erwerbslose 2012 auf Rekordniveau. Nach Einschätzung des Sozialwissenschaftlers Professor Stefan Sell von der Hochschule Koblenz hat sich die Situation in den Jobcentern in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Die finanziellen Mittel zur Förderung und Eingliederung von Langzeitarbeitslosen seien um die Hälfte eingedampft worden, kritisiert Sell im Frontal21-Interview, gleichzeitig sei aber die Zahl der Hartz IV-Empfänger nicht zurückgegangen. Viele Mitarbeiter in den Jobcentern seien mit ihrer Arbeit „brutal überfordert“. Das bestätigt auch der Vorsitzende der Jobcenter-Personalräte, Uwe Lehmensiek, im Interview. Die hohe Arbeitsbelastung in den Jobcentern führe zunehmend dazu, dass Mitarbeiter dauerhaft krank werden, klagt er. Der Krankenstand sei relativ hoch. Das habe zu Folge, dass zunehmend Anträge nicht rechtzeitig bearbeitet werden können. So seien Mitarbeiter auch immer häufiger Beschimpfungen und Bedrohungen unzufriedener Klienten ausgesetzt.«

04.06.2013, Berlin

„Potenziale nutzen und Perspektiven schaffen – Fachkräftesicherung als bildungspolitischer Auftrag“

Vortrag auf der Fachtagung „Perspektive Berufsabschluss“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Sonntag, 2. Juni 2013

Leben wir in Deutschland etwa doch nicht in einem umfassenden "Erfolgsmodell", wie uns gerade diese Tage immer wieder und natürlich primär mit Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen suggeriert wird? Auf diese Frage muss man schon kommen, wenn selbst die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter der Überschrift "Die neue Klassengesellschaft" - und das sogar ohne ein wenigstens rhetorisch gesetztes Fragezeichen - ausführt: »Wer in Deutschland heute nach oben will, hat es schwerer als früher. Die Bildungsbürger leben in Angst vor dem Absturz und separieren sich. Dadurch fehlen den Bildungsfernen überzeugende Vorbilder dafür, dass Leistung sich lohnt.«
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