Dienstag, 30. April 2013

Die Situation von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt ist für viele der Betroffenen desaströs. Viele bekommen keinen Zugang zum Arbeitsmarkt und nicht wenige bleiben lebenslang in den Werkstätten für behinderte Menschen hängen. Einige wenige gehen ihren Weg auch als schwer behinderte Menschen mit Hilfe persönlicher Assistenz - und das sehr erfolgreich. Viele Unternehmen zahlen lieber die Ausgleichsabgabe, als einen oder mehrere Behinderte einzustellen. Dabei wird seitens der Unternehmen immer wieder auf die kündigungsschutzrechtlichen Restriktionen hingewiesen, die dazu führen würden, dass die Einstellung eines Behinderten als massives Risiko wahrgenommen wird.
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Interviewpartner im Beitrag "REWE-Gruppe bespitzelt Mitarbeiter. Kameraanlagen über Wochen in Filialen installiert" des Politikmagazins "Frontal 21" (ZDF) am 30.04.2013, 21:00 - 21:45 Uhr
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Wer bei Rewe oder Penny arbeitet, muss mit illegaler Mitarbeiterüberwachung rechnen. Frontal21 zeigt Unternehmen, die aus der Kritik der vergangenen Monate nichts gelernt haben. 
Interviewpartner im Beitrag "Kita-Ausbau hinkt Zeitplan hinterher" in der "Tagesschau" (ARD) am 30.04.2013, 12:00 Uhr

Sonntag, 28. April 2013

Wir müssen über eine Branche sprechen, in der im vergangenen Jahr 2,995 Mio. Menschen, darunter überwiegend Frauen, gearbeitet haben - also über den Einzelhandel. Und der Einzelhandel »steht vor der härtesten Tarifauseinandersetzung seit Jahren - die Arbeitgeber stellen die gesamte Lohnstruktur in Frage«. Eva Völpel überschreibt ihren Artikel zu diesem Thema bezeichnenderweise mit »Gretchenfrage Billiglohn«. Was passiert hier gerade?
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Samstag, 27. April 2013

Es gibt ja den bekannten Ausspruch - alles wir gut, am Ende, also irgendwann. Sollte es sich jetzt also auch mit dem "Bildungs- und Teilhabepaket", dieser "generösen" Leistung für arme Kinder und Jugendliche, auch so verhalten? Folgt man der Jubelmeldung unserer Bundeskinderarmutsbekämpfungsministerin Ursula von der Leyen, dann verhält es sich genau so: "Bildungspaket gut unterwegs", so lautet kurz und knapp die Headline der Pressemitteilung ihres Hauses anlässlich der nunmehr zweijährigen Existenz des "Bildungs- und Teihabepakets", so der korrekte Name, was angemerkt werden muss, weil die Teilhabe in der Überschrift des Ministeriums schon mal weggefallen ist - bestimmt unbeabsichtigt in der Hektik des Verfassens dieser Botschaft.
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Freitag, 26. April 2013


26.04.2013, Mainz

"Wir brauchen Leute, dringend!" Zur Ambivalenz der Fachkräfteausbildung in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels

Vortrag auf der Fachtagung "Fachkräfte in der sozialen Arbeit. Gewinnung, Bindung, Erhaltung" des Paritätischen Rheinland-Pfalz/Saarland im Konferenzzentrum des ZDF Mainz

Donnerstag, 25. April 2013

Erst vor kurzem wurde auf dieser Seite über den Durchbruch im Friseurhandwerk die stufenweise Einführung eines Mindestlohns betreffend berichtet. Die Debatte über Mindestlöhne fokussiert oftmals nur auf das Pro und Contra bestimmter Mindestlohnhöhen hinsichtlich der wahrscheinlichen oder vermuteten Auswirkungen auf die Beschäftigung. Aber auch wenn man Befürworter eines Mindestlohns oder generell von Lohnuntergrenzen ist, muss man in der Praxis das Problem des Nicht-Einhaltens des Mindestlohnes in Rechnung stellen.
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Mittwoch, 24. April 2013

Reden wir mal über eine echte Erfolgsstory. Eine Wachstumsgeschichte, die in der normalen Wirtschaft für Begeisterung und Auszeichnungen sorgen würde - reden wir über die Tafeln. Reden wir also über Armenspeisung im modernen Gewand. 1993 begann die "Initiativgruppe Berliner Frauen" damit, Lebensmittel vor dem Müll zu retten. Und jetzt, 20 Jahre später, haben sich die Tafeln zu professionellen Organisationen entwickelt, die nahezu flächendeckend in ganz Deutschland mittlerweile 1,5 Millionen Menschen mit ausgesonderten Lebensmitteln und Spenden versorgen.
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Dienstag, 23. April 2013

Diese Nachricht hat überrascht und ist zugleich eine ganz wichtige Etappe in der überaus kontroversen Debatte über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns bzw. zahlreicher Lohnuntergrenzen, wie es das Modell der CDU vorsieht: Friseure bekommen Mindestlohn von 8,50 Euro.
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Interviewpartner im Beitrag "Tarifverhandlungen im Einzelhandel" in der Nachrichtensendung "mittagsmagazin" (ARD) am 23.04.2013, 13:00 - 14:00 Uhr

Montag, 22. April 2013

Die Überschrift ist bezeichnend für die Diskussion über die Pflege in Deutschland: "Zwölf Minuten für Tabletten, Tropfen und tschüs!" Und das Beispiel, dass in dem Beitrag von Till-R. Stoldt zitiert wird, ist keinesfalls ein Einzelfall, sondern kennzeichnet den Alltag in der ambulanten Pflege.
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Sonntag, 21. April 2013

Hier nicht vergessen - die ehemaligen Schlecker-Beschäftigten. Deshalb mal wieder ein Update über ihre Situation. Nach der Insolvenz der Drogeriemarktkette haben zwischen Januar und August 2012 deutschlandweit mehr als 27.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren. Zumindest einige werden sich noch erinnern, welche vollmundigen Versprechen manche Politiker und Wirtschaftsvertreter gegeben haben, als die Frauen in die offene Arbeitslosigkeit geschickt wurden - neben nicht eingehaltenen, weil gar nicht einhaltbaren Versprechen, sie in beschäftigungssichere Bereiche wie Pflege oder Kinderbetreuung zu qualifizieren wurde vor allem getönt, der Einzelhandel würde so viele offene Jobs haben, dass vermittlerische Aktivitäten von Erfolg gekrönt sein müssen. Schon damals wurde von einigen - auch auf dieser Seite - darauf hingewiesen, dass es nicht so einfach werden wird.
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Freitag, 19. April 2013

Es gibt einige soziale Probleme in unserem Land, die selten, zuweilen auch nie in das Scheinwerferlicht der medialen Aufmerksamkeit geraten - und auch der Normalbürger wird nur selten mit den dahinter stehenden Menschen konfrontiert. Dazu gehört mit Sicherheit die Obdachlosigkeit bzw. die Wohnungslosigkeit. Hin und wieder werden wir in den Fußgängerzonen Zeugen, dass es Menschen gibt, die "auf der Straße" leben. Aber viele der Betroffenen tauchen unter, sie entziehen sich unserer Wahrnehmung und was in diesem Fall noch bedeutsamer ist - es gibt sie eigentlich nicht, wenn man das daran festmacht, dass sie als Wohnungslose gar nicht erfasst werden, denn bis heute weigert man sich in der Politik beharrlich, eine bundeseinheitliche Wohnungsnotfall-Berichterstattung auf gesetzlicher Grundlage einzuführen. Keine Zahlen, kein Problem, könnte man denken. Ist aber nicht so. Und wenn wir an wohnungslose, auf der Straße lebende Menschen denken, dann denken die meisten an Männer, vom Alkohol und Krankheit gezeichnete Männer, die uns wie gesagt ab und an begegnen. Aber es gibt auch wohnungslose Frauen, die es oft noch mal schwerer haben.
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Mittwoch, 17. April 2013

Bekanntlich gibt es immer mindestens zwei Seiten einer Angelegenheit. So ist das auch bei dem hier immer wieder aufgerufenen Thema Kindertagesbetreuung (die zugleich auch Bildung und Erziehung der Kinder sein soll und muss, was aber gerade in der aktuellen Debatte irgendwie untergeht). Aber beginnen wir heute mal nicht mit dem Hinweis auf Missstände, Probleme oder andere negative Aspekte des Themas (die kommen dann auch noch dran), sondern schauen wir mal über den Tellerrand unseres Landes - nach Schweden beispielsweise.
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Montag, 15. April 2013

15.04.2013, Berlin

Anhörung als Sachverständiger im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages zum Thema "Sozialer Arbeitsmarkt"

>> Deutscher Bundestag: Experten äußern sich zum "sozialen Arbeitsmarkt"

Samstag, 13. April 2013

Immer dieser Mindestlohn. Es gehört keine prognostische Kraft dazu, hier eines der Themenschlachtfelder des anlaufenden Bundestagswahlkampfs zu identifizieren. Genau vor diesem Hintergrund sind die neuerlichen Ankündigungen - denn um mehr handelt es sich (noch) nicht - seitens der CDU zu sehen, "Lohnuntergrenzen" (und zwar ziemlich viele, wenn man dem bisherigen Konzept folgt) in den Bereichen und Regionen von Kommissionen aus Arbeitgebern und Gewerkschaften festlegen zu lassen, in denen es keine tarifvertraglichen Regelungen gibt. Die beiden Oppositionsparteien SPD und Grüne wie auch der DGB werben hingegen für eine Zahl: 8,50 Euro pro Stunde und dies als "gesetzlicher Mindestlohn" für alle und jeden. Die Linken tanzen mal wieder aus der Reihe und legen noch eine Schippe drauf: Bei Ihnen sind es 10 Euro.
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Freitag, 12. April 2013


12.04.2013, Berlin

„Welche finanziellen Ressourcen benötigt die Kindertagespflege?“

Vortrag auf der Fachtagung „Ein Blick in die Zukunft: Kindertagespflege in 10 Jahren – Was braucht die Praxis?“ des Bundesverbandes für Kindertagespflege

Donnerstag, 11. April 2013


11.04.2013, Mainz

„Licht am Ende des Tunnels oder am Ende doch nur eine Fata Morgana? Initiativen für eine "richtige" öffentlich geförderte Beschäftigung - und Widerstände dagegen“

Vortrag auf der Veranstaltung „Ausgegrenzt und abgehängt?! Notwendigkeit und Ansatzpunkte für einen Sozialen Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz“ der lag arbeit Rheinland-Pfalz unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Sozial- und Arbeitsministers Alexander Schweitzer

Mittwoch, 10. April 2013

Studiogast zum Thema " Bundesregierung entlastet überschuldete Krankenversicherte" in der Nachrichtensendung "Der Tag" (Phoenix) am 10.04.2013, 23:00 - 0:00 Uhr

Dienstag, 9. April 2013

Es ist schon interessant, was in den Medien als "Geheimplan" verkauft werden kann: Beispielsweise eine mehrseitige, weitgehend staubtrocken verfasste interne Weisung der Bundesagentur für Arbeit an die Mitarbeiter in den Jobcentern. Die bekannte und anerkannte Fachzeitschrift für Sozialrecht, also die BILD-Zeitung, macht daraus folgende Headline: "Jagd auf kranke Hartz-IV-Empfänger. Blaumachern sollen Leistungen gekürzt werden +++ Hausbesuche geplant +++ Auch Krankschreiber-Ärzte werden überprüft".
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Wie sehen Eltern die gegenwärtige Familienpolitik? Was erwarten Eltern vor dem Hintergrund der anstehenden Bundestagswahl von den politischen Parteien? Wie beurteilen Sie Ihre persönliche Situation und welche Erwartungen haben Sie? Diesen und anderen Fragen ist eine repräsentative Umfrage nachgegangen, bei der das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Zeitschrift "Eltern" 1.000 Mütter und Väter von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren befragt hat.
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Interview zur Studie "Wenn Eltern die Wahl haben" in der Nachrichtensendung von SWRinfo am 09.04.2013, 16:07 - 16:11 Uhr

Montag, 8. April 2013

Jeder von uns kennt das Bild von dem kleinen Kind, das sich die Augen zu hält, in der Annahme, dann nicht mehr gesehen zu werden. Und ebenfalls jeder von uns kennt die Geschichte, dass zu früheren Zeiten die Überbringer schlechter Nachrichten dafür bestraft wurden, dass sie nicht mit einer guten Nachricht gekommen waren. An diese beiden Bilder musste ich denken, als ich die folgende Meldung im Tagesspiegel lesen musste: Die Kultusministerkonferenz (KMK) will nicht mehr erheben, wie viele Bachelor-Studienplätze trotz großer Nachfrage nicht besetzt werden konnten. Die Kultusminister sehen in einer solchen Statistik keinen "Erkenntnisgewinn" mehr.
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Freitag, 5. April 2013


Interviewpartner im Beitrag „Amazon droht Streik“ in der Nachrichtensendung „heute journal“ (ZDF) am 05.04.2013, 22:00 – 22:30 Uhr
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Was für eine Schlagzeile, mit der uns die Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" konfrontiert: "Amazon-Arbeiter planen Aufstand". Was ist passiert? Wurde Karl Marx exhumiert und wieder in Form gebracht? Werden wir uns auf brennende Mülltonnen vor den von so vielen Kunden geliebten, wenn auch baulich sehr häßlichen Logistik-Zentren des Online-Händlers einstellen müssen? Hat die ARD-Doku über Leiharbeit und Arbeitsbedingungen bei Amazon solche Folgewirkungen?
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Interviewpartner im Beitrag „Mitarbeiter kritisieren Arbeitszeiten bei ‚netto’“ der Nachrichtensendung „Aktuelle Stunde“ (WDR-Fernsehen) am 03.04.2013, 18:50 - 19:30 Uhr
Einer der größten deutschen Lebensmittel-Discounter ist „netto“, die gelb-rote Edeka-Tochter. Auch hier klagen Angestellte über Zeitdruck, Überstunden würden nicht aufgeschrieben – Zeit, mal eben auf die Toilette zu gehen oder Pause zu machen gebe es nicht, weil es zu wenig Personal gebe, berichtet eine Mitarbeitern. Die „netto“-Filialleiterin äußert sich offen vor der Kamera – obwohl sie Angst hat, ihren Job zu verlieren. Regelmäßige Überstunden, die sie sich nicht aufschreibt und hoher Druck haben gesundheitliche Folgen. Die Gewerkschaft Verdi bestätigt, dass das kein Einzelfall ist und versucht den Mitarbeitern zu helfen. Und die Gewerkschafter rechnen vor, wie viel „netto“ mit der Strategie spart.
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Interviewpartner im Beitrag „Ex-Filialleiter prangert Missstände bei Tedi an“ der Nachrichtensendung „Aktuelle Stunde“ (WDR-Fernsehen) am 02.04.2013, 18:50 - 19:30 Uhr
Nach außen ein symphatischer und familienfreundlicher 1-Euro-Discounter - hinter den Kulissen schlechte Arbeitsbedingungen und Lohndumping? Ein ehemaliger Filialleiter von Tedi prangert Missstände an. Ein Einzelfall? Arbeitsmarkt-Experten bezweifeln das.
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Donnerstag, 4. April 2013


Hannover, 04.04.2013

"Chancengleichheit von Frauen und Männern im Erwerbs- und Familienleben – Leitbilder der Zukunft"

Vortrag bei der VGH Versicherungen

Mittwoch, 3. April 2013


Schon wieder so ein Tag für, gegen, des ... Heute ist der "Tag der älteren Generation". Dieser Tag wurde 1968 durch die Kasseler Lebensabendbewegung (LAB) ins Leben gerufen. Seitdem wird an jedem ersten Mittwoch im April durch Aktionen und Veröffentlichungen auf die Rolle der Senioren in der Gesellschaft aufmerksam gemacht, wie man der wie so oft hilfreichen Plattform Wikipedia entnehmen kann.
"Wenn es um alte Menschen geht, werden meist düstere Zustände beschrieben. Von Altersarmut und Vereinsamung ist dann die Rede, von der wachsenden Zahl Pflegebedürftiger und Dementer, von schrecklichen Zuständen in Altenheimen und der Angst vorm Sterben. Alt zu werden, das scheint für viele Betroffene eine Last zu sein, und für Jüngere ein Schreckensszenario. Es gibt aber auch ein ganz anderes Bild." Und genau diesem anderen Anliegen hat sich offensichtlich "Zeit Online" verschrieben mit einem Artikel von Ludwig Greven, dessen Überschrift schon alles sagt: "Vom Glück des Alters".
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"Unsere Familienpolitik ist keine". Interview in der Zeitschrift "Personalwirtschaft. Magazin für Human Resources", Heft 4/2013, S. 28-29
Interviewpartner im Beitrag "Kindertagesstätten als Geschäftsmodell" im "morgenmagazin" (ZDF) am 03.04.2013, 08:56-09:00 Uhr
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Dienstag, 2. April 2013

Zuweilen kann man schon - in einem ersten emotionalen Impuls - auf den Gedanken kommen, im nächsten Leben wird man Jurist. Denn die machen aus allem ein Geschäftsfeld, nehmen dann ordentliche Honorare und lassen sich nicht abspeisen mit warmen Worten und einem dahingehauchten Danke für aufklärerische Beiträge. Was man gerade aktuell beobachten kann am Beispiel des anstehenden Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, der zum 1. August 2013 nach einer langjährigen Übergangszeit scharf gestellt wird und der seit Monaten für Aufregung und Diskussionen sorgt, denn offensichtlich werden einige, wenn nicht sehr viele Kommunen erhebliche Probleme haben, diesen Rechtsanspruch auch erfüllen zu können. Da tauchen im Netz die ersten Webseiten von Anwaltskanzleien auf, die sogleich ein großartiges Geschäft wittern mit frustrierten Eltern, die partout keinen Platz bekommen und die sich durch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht etwas versprechen.
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Montag, 1. April 2013


Schon seit längerem wird ja in diesem Land eine Debatte geführt über einen angeblich grassierenden Fachkräftemangel - und wo es nicht überall mangelt: Ärzte, Ingenieure, neuerdings auch junge Leute, die überhaupt eine Ausbildung machen können wollen. Und immer wieder gibt es auch kritische Anfragen an diese Rede über einen flächendeckenden Fachkräftemangel, so beispielsweise in Form einer grundsätzlichen Infragestellung des behaupteten Fachkräftemangels bei den Ingenieuren, wie sie der Arbeitsmarktexperte Karl-Dieter Brenke vom DIW immer wieder vorträgt. Wie dem auch sei - in zwei Bereichen werden wir in den vor uns liegenden Jahren dann erhebliche Stellenbesetzungsprobleme bekommen, wenn sich nichts grundlegendes ändert: Zum einen gerade nicht, so meine These, bei den Akademikern, die so gerne im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte gerückt werden, sondern bei den vielen Facharbeitern in der Industrie und im Handwerk, die das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft bilden und bei denen große Gruppen rein altersbedingt den Arbeitsmarkt verlassen werden. Hier sind wir u.a. konfrontiert mit der Tatsache, dass die jetzt immer lauter klagende Wirtschaft in den zurückliegenden Jahren oftmals schlichtweg zu wenig ausgebildet hat. Und in einem anderen Bereich haben wir bereits jetzt einen regional ausgeprägten Fachkräftemangel, der sich vor dem Hintergrund der definitiv zunehmenden Zahl an alten, pflegebedürftigen Menschen weiter zuspitzen wird: in der Altenpflege.
So weit die Diagnose, aber die Rettung scheint nahe.
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