Donnerstag, 28. Februar 2013


Interviewpartner im Beitrag „Für und wider Leiharbeit“ im „mittagsmagazin“ (ARD) am 28.02.2013, 13:00-14:00 Uhr
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Interviewpartner in Beitrag "Leiharbeit bei Amazon & Co. - Fluch oder Segen?" des Politikmagazins "Zur Sache Baden-Württemberg!" (SWR-Fernsehen) am 28.02.2013, 20:15 - 21:00 Uhr
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(Der Beitrag zur Leiharbeit beginnt in der Minute 8:40 der Sendung)

Interviewpartner im Beitrag "Leiharbeit wird zum Lohndumping - Amazon, Globus und Co." des Politikmagazins "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" am 28.02.2013, 20:15 - 21:00 Uhr
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28.02.2013, Mainz

„Das Gymnasium in der Bildungslandschaft von Morgen“

Vortrag auf dem Gymnasialtag „Zukunft Gymnasien“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz

Mittwoch, 27. Februar 2013


Gast in der Talksendung „Reiss & Leute“ (SWR-Fernsehen) am 27.02.2013, 18:15-18:45 Uhr, zum Thema „Aus für die 'Ehrenrunde' - der Streit um Sitzenbleiben in der Schule“, live aus dem Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss in Mainz
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Sitzenbleiben - das Gefühl, versagt zu haben, Ärger mit den Eltern, der Abschied von den Klassenkameraden. Doch der Alptraum ungezählter Schüler-Generationen könnte zu Ende gehen. In Rheinland-Pfalz soll es bald einen Modellversuch geben, in dem der Verzicht auf die sogenannte "Ehrenrunde" getestet werden soll. Darauf haben sich die rot-grünen Regierungsparteien bereits bei ihren Koalitions-Verhandlungen verständigt. Kritiker der Pläne wittern den Abschied vom Leistungsgedanken, fürchten, den Schülern werde schon zu Beginn ihrer Laufbahn ein Freifahrtschein bis zum Abitur ausgehändigt. Die Gegenseite sagt: Sitzenbleiben ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Wiederholung von Schuljahren vergeude Lern- und Lebenszeit, koste Millionen, und mache aus schwachen doch keine Musterschüler.
Pro und Contra Sitzenbleiben - Beatrix Reiss diskutiert mit ihren Gästen
- Gerhard Bold, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE: "Sitzenbleiben ist ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert. Der alte Zopf muss abgeschnitten werden",
- Sofia Gall, Vorstandsmitglied der LandesschülerInnenvertretung: "Durch das Abschaffen des Sitzenbleibens werden Kosten eingespart. Die können in die Förderung der Schüler gesteckt werden",
- Vivien Schmitz, Landesvorsitzende der Schüler-Union: "Sitzenbleiben ist Anstoß zu mehr Fleiß und die Chance, Bildungslücken zu schließen, also ein pädagogisches Motivationsinstrument",
- Malte Blümke, Landesvorsitzender des Philologenverbandes: "Schüler brauchen das Risiko des Scheiterns und Misserfolgs, das stärkt die Eigenverantwortung",
- Prof. Dr. Stefan Sell , Bildungsforscher an der Hochschule Koblenz: "Eine Scheindebatte - eigentlich geht es um eine grundlegende Reform des Schulsystems",
sowie Schülerinnen und Schülern des Mainzer Schloss-Gymnasiums

Dienstag, 26. Februar 2013


Interviewpartner im Beitrag „Mütter-Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt“ des Politikmagazins „Panorama 3“ (NDR-Fernsehen) am 26.02.2013, 21:15 – 21:45 Uhr
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Müttern wird die Rückkehr in den Beruf nach der Elternzeit systematisch erschwert: Es fehlt an Kinderbetreuung und an einer familienfreundlichen Unternehmenskultur.

Bildungsklick: Ausbau der Kita-Plätze um jeden Preis? Sind Tagesmütter die bessere Alternative? - Interview mit Prof. Dr. Stefan Sell auf der Bildungsmesse didacta 2013 am 23.02.2013 in Köln 
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Ab August 2013 hat jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Doch wenige Monate vorher ist klar: Längst nicht alle Eltern werden ihren Anspruch einlösen können, weil es viel zu wenig Plätze gibt. Wird es also zum Desaster kommen? Wir haben den Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Stefan Sell, auf der didacta in Köln dazu befragt.
Politik und Sprache sind unauflösbar miteinander verbunden und verwoben - im Guten wie im Schlechten. So begann ein Beitrag auf dieser Seite über das Thema Armutsflüchtlinge aus Südosteuropa. Scheinbar nahtlos kann man daran anschließen, denn die FAZ meldet heute: Verbände wollen „soziale Unwörter“ zensieren.
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Montag, 25. Februar 2013

Die "Günther Jauch"-Sendung zum Thema "Kein Platz für Kinder – was wird aus dem Kita-Versprechen?" lief gestern Abend und kann eine Zeit lang auf der Webseite als Video angeschaut werden. Eine erste Frühkritik der Sendung gab es in den Online-Ausgaben von FAZ ("Zickenkrieg um Krippenplätze") und Handelsblatt ("Genügend Kita-Plätze – so sicher wie die Rente").
Es gibt zu diesem wichtigen und vielschichtigen Thema sehr viele Veröffentlichungen und sonstige Beiträge, deshalb hier an dieser Stelle nur einige wenige Hinweise auf weiterführendes Material:

Die Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" hat sich in einem eigenen Schwerpunktheft mit dem Thema "Frühkindliche Bildung" beschäftigt. In diesem gelungenen, weil interdisziplinär von der Pädagogik bis zur Ökonomie das Themenfeld ausleuchtende Schwerpunktheft findet man neben vielen anderen sehr interessanten Artikeln auch ein Beitrag von mir:

Stefan Sell: Klasse und/oder Masse. Die Qualität von Kindertageseinrichtungen zwischen Theorie und Praxis, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 22-24/2012
Die Kindertagesbetreuung ist ein "Wachstumsfeld“. Doch so wie er derzeit vonstatten geht, droht der Krippenausbau zu Lasten der Qualität zu gehen. Es bedarf verbindlicher Standards.
Das gesamte Heft kann als PDF-Datei oder als E-Book kostenlos abgerufen oder online gelesen werden: www.bpb.de/apuz/136758/fruehkindliche-bildung.

In der Sendung wurde auch die Situation der Erzieher/innen angesprochen. In diesem Zusammenhang habe ich auf eine Studie verwiesen, die mein Institut für die Landesregierung Rheinland-Pfalz erstellt hat und die sich mit dem Thema beschäftigt hat: Gibt es einen (drohenden) Fachkräftemangel im System der Kindertagesbetreuung? Für diese Studie haben wir u.a. die Erwerbsbiografien von pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen in Rheinland-Pfalz analysiert und sind dabei auf sehr interessante Befunde gestoßen. Eine Zusammenfassung der Studie gibt es hier:

Sell, S. und Kersting, A. (2010): Gibt es einen (drohenden) Fachkräftemangel im System der Kindertagesbetreuung in Rheinland-Pfalz? Eine empirische Untersuchung zum Personalbedarf in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. Kurzdarstellung der Hauptergebnisse einer Studie im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz (= Remagener Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe 04-2010), Remagen, 2010 >> PDF-Datei
Die vollständige Studie ist als Buch im ibus-Verlag veröffentlicht worden.

Ebenfalls kurz und kritisch angesprochen wurde das Thema "verkürzte Ausbildung" zur Erzieherin, das natürlich im Zusammenhang gesehen werden muss mit dem Personalmangel. Hierzu der folgende Beitrag des MDR-Fernsehens, den man in der ARD-Mediathek als Video abrufen kann:

MDR-Fernsehen: Kritik an verkürzter Erzieher-Ausbildung (15.01.2013)
Normalerweise dauert die Ausbildung zur Erzieherin drei Jahre. Weil aber dringend Kräfte gesucht werden, werden Kurz-Ausbildungen angeboten. Sind diese wirklich ausreichend? >> Video

In der Günther Jauch-Sendung wurde auch auf die Initiative "Mehr Kitas" von betroffenen Eltern aus Köln hingewiesen. Mehr dazu auf deren Webseite: www.mehr-kitas.de.

Sonntag, 24. Februar 2013

Kein Platz für Kinder – was wird aus dem Kita-Versprechen?
So lautet der Titel der der Talk-Runde bei "Günther Jauch" am Sonntag Abend (24.02.2013) im ARD-Fernsehen (21:45 Uhr).

Studiogäste werden sein: Die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, der nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, der ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm, Simin Compani, eine Kita-Leiterin aus Frankfurt, und Stefan Sell, Hochschule Koblenz.

Weitere Informationen zur Sendung gibt es hier:

http://daserste.ndr.de/guentherjauch/index.html

Samstag, 23. Februar 2013

Politik und Sprache sind unauflösbar miteinander verbunden und verwoben - im Guten wie im Schlechten. Und mit Sprache macht man Politik. Man kann mit ihr appellieren an Emotionen und Vor-Urteile bzw. Wahrnehmungen generalisieren und verstärken. Oftmals verwendet man auch eine bestimmte Sprache über etwas, um etwas anderes vorzubereiten und salonfähig zu machen. In diese Zusammenhänge eingebunden ist die Beschäftigung mit der komplexen Thematik der Armutsflüchtlinge, die zu uns kommen, aber eben nicht gleichverteilt, sondern die in bestimmten Städten und Stadtteilen aufschlagen und sich dort konzentrieren. Auch auf dieser Seite wurde mehrfach schon über die Zuwanderer aus den Armenhäusern der EU berichtet, vor allem aus Bulgarien und Rumänien.
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23.02.2013, Köln

„Interaktion der unterschiedlichen Beziehungspartner von Kindern als Voraussetzung für erfolgreiche Bildungsarbeit“

Auftaktvortrag beim Didacta Bildungstag „Interaktion als Schlüssel zu Bildung und Demokratie: Bildungspartnerschaften in Kitas und Tagespflege aufbauen und leben“, einer Kooperationsveranstaltung des LVR-Landesjugendamtes Rheinland und des Didacta Verbandes der Bildungswirtschaft im Rahmen der Bildungsmesse Didacta 2013

Freitag, 22. Februar 2013

Stundenlöhne von 3,82 und 5,16 Euro: Kaum jemand in Deutschland verdient so wenig wie Friseure. Mittlerweile sei das sogar den Arbeitgebern peinlich, berichtet Detlef Esslinger in der "Süddeutschen Zeitung". Jetzt verhandeln sie mit der Gewerkschaft Verdi über einen Mindestlohn. Dies auch vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass es den Unternehmen schadet, wenn Berichte über sie kaum noch von Styling, Kuren und Kopfmassagen handeln, sondern immer von Lohndumping.
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Mittwoch, 20. Februar 2013


20.02.2013, Köln

„Bündnis frühkindliche Bildung: Kita-Ausbau und Fachkräftemangel – Herausforderungen der frühkindlichen Bildung“

Mit Matthias Degen, WDR, diskutieren Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Präsident Didacta Verband, Marion von zur Gathen, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Bernd Neuendorf, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Deutsches Jugendinstitut, und Prof. Dr. Stefan Sell, Hochschule Koblenz
auf der didacta Bildungsmesse 2013, 14:00-14:45 Uhr

Dienstag, 19. Februar 2013

19.02.2013, Wesseling/Schloss Eichholz

„Einblicke in die Arbeit mit Jugendlichen in multiplen Risikolagen“

Vortrag gemeinsam mit Petra Klein, Leiterin der Kompetenzagentur Sinzig-Remagen-Bad Breisig, auf der Fachtagung „Vom schlechten Schüler zur guten Fachkraft. Was können Gemeinden für erfolgreiche Schul- und Ausbildungsbiografien tun?“ der KommunalAkademie der Konrad-Adenauer-Stiftung im Bildungszentrum Schloss Eichholz
Interview zum Thema „Amazon und darüber hinaus: Leiharbeit in Deutschland“ in der Sendung „Cosmo“ (Funkhaus Europa) am 19.02.2013, 7:40 – 7:45 Uhr

Montag, 18. Februar 2013

In der neuen Ausgabe des SPIEGEL findet man die folgende Meldung: "Haushaltskasse statt Schulausflug", die sich mit einem dieser grandiosen Beispiele aus der Welt der Playmobil-Sozialpolitik beschäftigt, hier dem so genannten "Bildungs- und Teilhabepaket" für Kinder aus bedürftigen Familien - Sie erinnern sich, die 10 Euro pro Monat für die Musikausbildung der Kleinen.
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Sonntag, 17. Februar 2013

In der Sozialpolitik, vor allem bei den aktuellen Themen, ist man nicht nur mit hochkomplexen Systemen konfrontiert, sondern man stößt immer wieder auf das Problem, überhaupt erst einmal basale Informationen oder Daten von den verantwortlichen Stellen zu bekommen. An dieser Stelle hat die Presse eine wichtige Funktion, denn wenn ein Wissenschaftler bei Behörden anfragt, dann lässt man ihn oder sie in der Regel am ausgestreckten Arm verhungern. Wenn die Anfrage von den Medien kommt, dann sieht das oftmals (natürlich auch nicht immer) anders aus - noch, so muss man an dieser Stelle anmerken, womit wir bereits mitten drin sind in einer neuen Entwicklung, die es hier kritisch zu beleuchten gilt: Offensichtlich will der Bund versuchen, ein Schweigerecht für seine Ministerien und Behörden im Kontext eines Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht durchzusetzen - mit möglicherweise sehr weitreichenden Folgen auch für die sozialpolitische Berichterstattung.
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Vom 19. bis zum 23. Februar 2013 findet die didacta Bildungsmesse in Köln statt. Am 23. Februar findet der Didacta Bildungstag für Kindertagesstätten statt: "Interaktion als Schlüssel zu Bildung und Demokratie: Bildungspartnerschaften in Kitas und Tagespflege aufbauen und leben". Ich werde dort den Auftaktvortrag halten mit dem Thema: "Interaktion der unterschiedlichen Beziehungspartner von Kindern als Voraussetzung für erfolgreiche Bildungsarbeit". Das gesamte Programm des Bildungstages gibt es hier als PDF-Datei.

Im Vorfeld der Bildungsmesse ist die vom Didacta Verband der Bildungswirtschaft herausgegebene Zeitschrift "Meine Kita. Das didacta Magazin für den Elementarbereich" mit dem Heft 1/2013 erschienen. Titelthema: "Jetzt mal ehrlich! Drängende Fragen zum Kita-Ausbau".  Zum Thema Stand und Perspektiven des Kita-Ausbaus wurden Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, Norbert Hocke vom Bundesvorstand der Gewerkschaft GEW und ich interviewt. Die gesamte Ausgabe der Zeitschrift kann hier als PDF-Datei oder online als e-Magazin abgerufen werden. Das Interview mit mir ("Der Ausbau kann nicht auf einer errechneten Quote basieren") findet man auf den Seiten 8 und 9 des Heftes.

Samstag, 16. Februar 2013

In den Medien wird immer mehr über einen (angeblichen) "Fachkräftemangel" und einen daraus abgeleiteten "Zuwanderungsbedarf" nach "guten", weil qualifizierten Migranten diskutiert - hier aber soll über die "anderen" Zuwanderer, die zu uns kommen, also über die Armutsflüchtlinge berichtet werden. Dies auch und gerade deshalb, weil sich etwas zusammenbraut, das sich in Zeiten des Wahlkampfs, die nun vor uns liegen bis zum Herbst dieses Jahres, eruptiv entladen kann, das instrumentalisierbar ist, das die Menschen negativ bewegt, weil seine sichtbaren Symptome mit Ablehnung und Ängsten bei der Mehrheitsgesellschaft assoziiert sind, was aber – um das gleich zu sagen – nicht stereotyp mit primitiven oder rückwärtsgewandten Verhalten gleichgesetzt werden darf, sondern wenn man sich die Situation in manchen Stadtteilen oder Wohngegenden anschaut, dann kann man die Ablehnung und die Sorge durchaus verstehen und nachvollziehen, möchte man doch selbst keinesfalls damit in der eigenen unmittelbaren Nachbarschaft konfrontiert sein.
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Donnerstag, 14. Februar 2013

14.02.2013, Bad Kreuznach

Einführungsvortrag und Moderation der Informations- und Diskussionsveranstaltung „Zukunftschance Kinder? – Öffentliche Kinderbetreuung in Bad Kreuznach“ der Stadtverwaltung Bad Kreuznach in der Grundschule Dr. Martin-Luther-King

Mittwoch, 13. Februar 2013

Der Tod hält sich an keine Regeln - auch nicht an eine "obere Grenzverweildauer". Die aber ist nunmehr hoch relevant für die so wichtige Arbeit in der Palliativmedizin in den Krankenhäusern, denn jetzt gibt es selbst für diesen Bereich "Fallpauschalen", mit denen die Leistungen abgegolten werden. Wir müssen also über eine Art "Kostenpauschalen für Sterbende" sprechen, die nach den gleichen Prinzipien kalkuliert und bepreist wird wie eine Fallpauschale für die Entfernung des Blinddarms. Man schaut sich also die Kostenstrukturen in ausgewählten Krankenhäusern an und bildet daraus abgeleitet eine "durchschnittskostenkalkulierte Fallpauschale". Dieser technisch-kalte Ausdruck offenbart dann auch schon die ganze Dramatik, die jedes Krankenhaus in diesem Land seit Jahren hinsichtlich der allermeisten Leistungen gewohnt ist: Durchschnitte haben es an sich, dass manche unter ihnen und andere über ihnen liegen, was bedeutet: Auch wenn eine Fallpauschalenfinanzierung die Durchschnittskosten korrekt abzubilden in der Lage ist, wird es "Gewinner" und "Verlierer" geben, also Kliniken, die niedrigere Kosten haben und dadurch Gewinne realisieren und eben auch Kliniken, deren Kosten aus welchen Gründen auch immer über den Fallpauschalen liegen.
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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hat eine neue Studie veröffentlicht über den starken Anstieg der Solo-Selbständigkeit in Deutschland in den vergangenen Jahren:
>> Zwischen 2000 und 2011 ist die Zahl dieser Ein-Personen-Unternehmen ... um rund 40 Prozent auf etwa 2,6 Millionen angewachsen. Damit sind mittlerweile rund 57 Prozent aller Selbständigen in Deutschland Solo-Selbständige. Immer öfter arbeiten sie in künstlerischen Berufen, als Lehrer, Publizisten, Psychologen oder in pflegerischen Berufen, immer seltener im Handwerk. <<
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Montag, 11. Februar 2013

Es wird wieder Zeit für eine Reise durch die Berichterstattung im Fernsehen zu aktuellen und grundsätzlichen Themen der Sozialpolitik mit einigen ausgewählten Empfehlungen.
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An dieser Stelle soll noch einmal etwas ausführlicher ein Thema aufgerufen werden, das aktuell in den Medien hin- und hergereicht wird, zuletzt in der zweiten Talksendung von Günther Jauch zu den Kirchen: Die Arbeitsbedingungen in den vielen kirchlichen bzw. kirchlich gebundenen Einrichtungen, die bekanntlich in der der Sozialwirtschaft mit Caritas und Diakonie eine schwergewichtige Rolle spielen (wobei die Thematisierung der Arbeitsbedingungen für 1,3 Mio. Menschen in den kirchlich gebundenen Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege zumindest bei Günther Jauch meist leider nur am Rande angesprochen wurde und sich die Diskussion ansonsten auf eine Debatte über die Kirche als Institution oder die "Pille danach" verengt). Insofern lohnt ein Blick auf andere Beiträge zu dieser Thematik.
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Sonntag, 10. Februar 2013

Wenn man seine Wahrnehmung der Realität aus der Lektüre von Zeitungsartikeln herstellt und diese dann auch noch als Realität verbreitet, dann sollte man sich immer bewusst sein, dass wir es in den Medien oftmals mit einer verzerrten Wahrnehmung der wirklichen Wirklichkeit zu tun haben, denn berichtet wird doch überproportional über Abweichungen, Sonderfälle, Minderheiten. Was auch nicht wirklich überraschen kann, müssen sich doch die Medien in einer Aufmerksamkeitsökonomie bewegen, in der die Beschreibung der Normalität, des Durchschnitts und der großen Mehrheit keine Auflage zu generieren scheint. Diese erst einmal sehr abstrakt gehaltenen Zusammenhänge kann man diese Tage am Beispiel des Ausbaus der Kindertagesbetreuung illustrieren. Immerhin geht es hier um hunderttausende Kinder, die bereits in den Kitas (und der Tagespflege) sind und für viele wird noch eine Betreuungsmöglichkeit gesucht. Wenn man nun einen Blick in die aktuelle Berichterstattung der Wirtschaftspresse wirft, dann muss sich der Eindruck aufdrängen, dass die von vielen beschriebenen Probleme nun konsequent angegangen werden - und zwar von der Wirtschaft.
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Samstag, 9. Februar 2013


Was war und ist das wieder für eine Aufregung diese Woche um das Thema Familienpolitik. Die Woche begann mit der Titelseite des neuen SPIEGEL, auf der ein ramponierter Kinderwagen mit der Botschaft angereichert wird: "Das Sorgenkind. Deutschlands gescheiterte Familienpolitik".
Im Heftinneren heißt es dann:
"Der 200-Milliarden-Irrtum
Kaum ein Land Europas gibt so viel für Familien aus wie Deutschland, doch die Geburtenzahl sinkt. Eine Regierungsstudie zeigt: Der Großteil des Geldes wird verschwendet. Stattdessen müsste in Kinderbetreuung und Bildung investiert werden."
Der Artikel beginnt dann - typisch SPIEGEL - mit der Aufdeckung eines angeblichen Geheimnisses.
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Donnerstag, 7. Februar 2013


Interviewpartner im Beitrag „Umstrittene Minijobs“der „Landesschau Rheinland-Pfalz“ (SWR-Fernsehen) am 07.02.2013, 18:45 – 19:45 Uhr
>> Der Beitrag als Video
Das hört sich gut an: Die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, haben den Startschuss gegeben für die Initiative „Erstausbildung junger Erwachsener“. Ziel ist es, 100.000 jungen Menschen zwischen 25 und 35 Jahren ohne Berufsausbildung eine zweite Chance zu geben.
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