Dienstag, 31. Dezember 2013

Immer wieder geht es auch auf dieser Seite um das große Thema Hartz IV und Arbeitsmarktpolitik. Damit soll das nun definitiv vor dem Ende stehende Jahr 2013 abgerundet werden. "Steigender Strompreis belastet Hartz-IV-Empfänger", so ist ein Artikel von Thomas Öchsner in der Süddeutschen Zeitung überschrieben und er legt den Finger auf eine Wunde, die durch zwei Großbaustellen aufgerissen worden ist: Zum einen die Art und Weise der Kalkulation der Bestandteile im Regelsatz der Grundsicherung, die - so der Vorwurf - dazu führt, dass die steigenden Strompreise auch bei Normalverbrauch nicht ausreichend abgedeckt werden können. Und die steigenden Strompreise hängen nicht nur, aber eben auch zusammen mit der Art und Weise der Finanzierung des Ausbaus der regenerativen Energien, was im EEG geregelt ist und die über eine Umlage die Verbraucher zur Geldbeschaffung benutzt.
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Montag, 30. Dezember 2013

Von dem (eigentlichen) Mehrheitsthema Drogen und Sucht, der Nicht-Debatte darüber und den Erfolgen derjenigen, die an legaler Suchtbefriedigung gut verdienen.
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Samstag, 28. Dezember 2013

Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu und 2014 steht vor der Tür - und wenn man der Berichterstattung so folgt, dann kann man den Eindruck bekommen, wir sind wieder im Krieg. Auf alle Fälle im Krieg der Worte und die neuesten Vorstöße auf dem Feld der terminologischen Ausfälle kommen aus dem Süden des Landes, aus Bayern, genauer gesagt aus der CSU: "CSU plant Offensive gegen Armutsmigranten", meldet die Süddeutsche Zeitung.
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Freitag, 27. Dezember 2013

Von der Last der Geschenke, ganz lebenspraktischer Hilfestellung vor Ort in Oberbayern, dem Staat als Weihnachtsmann und dem armutsbedingten Smog über griechischen Städten.
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Donnerstag, 26. Dezember 2013

Ob die SPD wirklich in die "Mindestlohn-Falle" tappt (oder schon mit dem Koalitionsvertrag getappt ist) sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Aber das, was an aktuellen Debatten über das Thema Mindestlohn berichtet wird, zwingt einen förmlich dazu, auch zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem neuen Jahr das eigentlich geplante Stillschweigen zu brechen. Also, um es gleich am Anfang deutlich zu sagen: Es ist schon richtig putzig, wenn man von der CSU zu hören bekommt, ein Mindestlohn für die Saisonarbeiter aus Osteuropa würde die "Lebensmittelqualität" in Deutschland (Sie wissen schon, Deutschland mit dem harten D am Anfang) gefährden.
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Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachten 2013, aus Sicht der Berufskunde und am Beispiel der Pfarrer (und Pfarrerinnen)

Zum Weihnachtsfest gehört auch die Erkenntnis, dass es - oftmals vergessen - viele Menschen gibt, die arbeiten müssen. Da fallen einem sofort die Pflegekräfte in den Kliniken, Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten ein, die Erzieher/innen in den Heimen oder Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe oder die Polizisten und Feuerwehrleute und viele andere mehr. Aber auch für eine ganz bestimmte Berufsgruppe ist Weihnachten vor allem Arbeit und sie stehen dabei gewissermaßen sogar im Mittelpunkt: Gemeint sind die Pfarrer (und je nach Arbeitgeber auch Pfarrerinnen). Schaut man auf die Pfarrer als Berufsgruppe, dann kann man an ihnen interessante Parallelen zur allgemeinen Arbeitsmarktdiskussion entdecken - vom angeblichen oder tatsächlichen "Fachkräftemangel" bis hin zur Globalisierung der Arbeitsmärkte.
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Montag, 23. Dezember 2013

Auf der einen Seite die Perspektive einer Nie-mehr-irgendeine-Erwerbsarbeit für die Abgehängten, auf der anderen Seite der "Work-Life-Bullshit" als Opium für das Arbeitsvolk und das Ertragen schlechter Erwerbsarbeit.
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Sonntag, 22. Dezember 2013

Jugendamtsmitarbeiter zwischen Weihnachtskrippenromantik und Kapitulation vor den real existierenden Verhältnissen. Und das nicht nur bei "Multiproblemfamilien", sondern auch zunehmend da, wo "heile Welt" zu sein scheint, aber immer weniger ist.
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"Inklusion" jenseits der Sonntagsreden und des Koalitionsvertrages. Aus der kleinteiligen Realität einer gelingenden Umsetzung von Teilhabe an Arbeit für Menschen mit Behinderung.
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Samstag, 21. Dezember 2013

"Mütterrente": Von der halbierten Gerechtigkeitslücke, der anteiligen Selbstfinanzierung durch die Rentner und dem Damoklesschwert der Systemfrage.
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Freitag, 20. Dezember 2013

Die (professionelle) Altenpflege wächst, die (selbst zu tragenden) Kosten dafür besonders und im Schatten müht sich weiter das schwarze Schaf der Pflegefamilie.
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Donnerstag, 19. Dezember 2013

Mit dem Sollen, Wollen und dem, was dann wirklich passiert, ist es bekanntlich eine schwierige Sache. "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach" (Matthäus 26,41) - diese Lebensweisheit kennen viele. Das gilt erst recht für so schwierige Fragen wie die Rollenmodelle zwischen den Geschlechtern und die Art und Weise der innerfamilialen Arbeitsteilung, wie es im Soziologendeutsch so heißt. Bei diesen Themen, die auch deshalb so sperrig sind, weil da ganz viele Werte und eigene biografische Erfahrungen bzw. Prägungen reinspielen, sind Ergebnisse empirischer Forschung durchaus hilfreich. Und solche wurden nun in Form einer Studie vorgelegt, bei der genauer hingeschaut wurde, was von den Hochschulabsolventen des Jahrgangs 2001 ein, fünf und zehn Jahre später geworden ist.
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Studiogast in der Sendung "Der Tag: Aktuelles" bei Phoenix am 19.12.2013, 17:30 - 18:00 Uhr, zum Thema Rente und den anstehenden Rentengesetzen der Großen Koalition.
Das ist aber auch gemein - da wollte die nunmehr inthronisierte Große Koalition, nach der mehrwöchigen (bezahlten) Arbeitszeitverkürzung durch Sortierungs- und Selbstfindungsprozesse gewisser Akteure bedingt, endlich nach der formalen Machtübernahme einfach nur in die Weihnachtsfeiertage gehen und entspannt ins neue Jahr rutschen, da veröffentlichen diese Berufs-Sozial-Nörgler noch schnell ein paar unangenehme Zahlen aus der sich polarisierenden sozialen Realität des Landes. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat heute seinen neuen "Armutsbericht 2013" vorgelegt.
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Mittwoch, 18. Dezember 2013

Von Putzfrauen, die ein Krankenhauskonzern in die Mangel nimmt, über Praktikanten in Bundesministerien, die sich glücklich schätzen können, umsonst arbeiten zu dürfen bis hin zu den Paketzustellern, den wahren Helden der Adventszeit.
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Interview zum Thema "Arbeitsbedingungen der Paketzusteller" in der Sendung "Am Nachmittag" (SWR 4) am 18.12.2013, 16:00 - 18:00 Uhr

Dienstag, 17. Dezember 2013

Was Billigschlachter mit der Energiewende zu tun haben. Ein kleines Lehr- oder auch Schurkenstück über Zusammenhänge zwischen Energie- und Sozialpolitik.
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Montag, 16. Dezember 2013

Interview zum Thema "Andrea Nahles wird Bundesministerin für Arbeit und Soziales" in der Nachrichtensendung "SWR Landesschau aktuell Rheinland-Pfalz" am 16.12.2013, 21:45 - 22:00 Uhr
Interview zum Thema "Ausnahmen beim Mindestlohn: Arbeiter zweiter Klasse?" beim Internetradio "detektor.fm" am 16.12.2013
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Schüler, Studenten, Rentner und Ehrenamtliche - laut CSU soll für sie der allgemeine Mindestlohn nicht gelten. Welche Folgen hätte das für den Arbeitsmarkt?
Der Mindestlohn und seine (potenziellen) Ausnahmen. Ab jetzt wird geredet und gefordert und verworfen.
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Sonntag, 15. Dezember 2013

Das "Kollektivierungsdefizit" in seiner schärfsten Form: Von denen, die keine Petitionen zur Kenntnis nehmen, die nicht wählen gehen, die es eigentlich nicht mehr zu geben scheint.
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Samstag, 14. Dezember 2013

Wie passt das zusammen? Klagen über Fachkräftemangel und Akademisierungswahn - und dann fällt die Zahl der neuen Ausbildungsverträge auf einen historischen Tiefstand. An der Passung liegt es, aber nicht nur.
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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Aus der Welt der "Lowcost"-Wanderarbeiter, einer eigentlich mal gut gemeinten Richtlinie und einer neuen, die schutzlose Menschen noch schutzloser machen würde, aber das Gegenteil behauptet.
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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Arme Rentner heute schon und morgen viel mehr von ihnen, wenn (nicht) ... Von der plausiblen Sicht auf das, was kommen wird und dem, was man eigentlich machen müsste.
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Interviewpartner im Beitrag "Renteninformation: Viel zu hohe Altersbezüge versprochen" des Wirtschaftsmagazins "Plusminus" (ARD) am 11.12.2013, 21:45 - 22:15 Uhr
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Dienstag, 10. Dezember 2013

Interview zum Thema "Konsequenzen des Urteils zur Leiharbeit"  in der Sendung "Nordwestradio Journal" (Radio Bremen/NDR) am 10.12.2013, 17:30 Uhr

Mit Spannung haben zehntausende Leiharbeiter nach Erfurt geschaut. Dort hat das Bundesarbeitsgericht den Fall eines IT-Technikers verhandelt, der 3 Jahre als Leiharbeiter beschäftigt war und gegen diese Form der dauerhaften Leiharbeit geklagt hat. Im Extremfall hätte das Unternehmen den Mann nun festanstellen müssen, denn viele Beobachter hatten erwartet, dass das Bundesarbeitsgericht festlegt, wie lange ein Leiharbeiter im längsten Fall beschäftigt werden darf. Das hat es dann doch nicht getan - und zudem die Klage des IT-Technikers abgewiesen. Nordwestradio-Moderator Otmar Willi Weber sprach mit Stefan Sell, dem Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) der Hochschule Koblenz.
Das Bundesarbeitsgericht verweigert sich. Definition und Sanktionierung einer nicht mehr "vorübergehenden" Leiharbeit ist Aufgabe des Gesetzgebers. Jetzt bleibt - wie so oft - die Hoffnung.
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Montag, 9. Dezember 2013

Die Frauen, die Lohnlücke zu den Männern und - ach, die Statistik.
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Gutes tun - und wer zahlt? Unangenehme Fragen am Beispiel der Pflegeheime.
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Samstag, 7. Dezember 2013

Väter beziehen immer häufiger, aber auch immer kürzer Elterngeld.
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Freitag, 6. Dezember 2013

Hunderttausende Solo-Selbständige haben nichts vom Mindestlohn. Das ist ein Problem. Aber kein Problem des Mindestlohns.
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06.12.2013, Mainz

„Zukunft der Beschäftigungsverhältnisse – Die da draußen (in der Cloud), wir hier drinnen (im Tarifvertrag)“

Vortrag auf dem „Betriebs- und Personalräteforum 2013: Zukunft der Arbeit“ der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Auch in Österreich das gleiche Problem wie in Deutschland: ein föderaler Flickenteppich bei der Kinderbetreuung. Und eine notwendige Debatte über Mindeststandards.
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Mittwoch, 4. Dezember 2013

Es geht leider nicht einfacher: Das real existierende Wohlstandsgefälle in der EU, eine eigentlich gut gemeinte Richtlinie sowie osteuropäische Billigarbeiter in Frankreich und am Bett von Pflegebedürftigen in Deutschland.
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Dienstag, 3. Dezember 2013

Von Menschen mit Behinderungen auf einem Arbeitsmarkt mit Hindernissen. Und warum sich viele Unternehmen freikaufen und warum gut gemeint manchmal zum Gegenteil beitragen kann.
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Montag, 2. Dezember 2013

Nicht schon wieder das gleiche Spiel, bitte nicht. Seit Jahren befindet sich die Pflegepolitik hinsichtlich der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs wie in einer Schleife nach dem Muster "Und ewig grüßt das Murmeltier". Und die neue Koalition ist bekanntlich selbst noch in einer partiellen Abstimmungsschleife gefangen, also noch gar nicht im Amt, da muss man erneut solche Bitten an die Demnächst-Regierenden lesen: "Experten wollen rasche Umsetzung".
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PISA prophylaktisch unter Feuer - das ist wirklich neu. Dabei gilt doch eigentlich: StEG, BiTe, BILWISS, LISA, Se- Mig, NEPS, ICILS: "Der Bedarf an Kennzahlen ist groß"
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Sonntag, 1. Dezember 2013

Wie das Osteuropäer-Bashing in Großbritannien mit Ein-Euro-Jobs in Duisburg und dem Kindergeld in Offenbach zusammenhängt.
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Stefan Sell: "Vom Kita-Chaos zum deutschen Betreuungsplatzwunder? Die Zukunft der Kitas". Vortrag im Rahmen der Sendereihe "Aula" auf SWR 2 am 01.12.2013, 8:30 - 09:00 Uhr
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Samstag, 30. November 2013

Anderthalb Schritte vor, ein Schritt zurück? Die Regelungen zum flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn im Koalitionsvertrag.
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Eine "tickende Zeitbombe" für die Versicherten in der GKV entschärft man nicht wirklich durch eine "Nebenabsprache" und eine angebliche "Protokollnotiz" ist vor allem eine Beruhigungspille: Die Neuordnung der Krankenkassenfinanzierung und die späte Einsicht, dass da für die "kleinen Leute" was schief laufen kann bzw. wird.
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Freitag, 29. November 2013

29.11.2013, Düsseldorf

„Wiedereinstieg - wenn individuelle Wünsche auf die Strukturen des Arbeitsmarktes treffen“

Keynote auf der Informationsveranstaltung „... und raus bist Du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen“ zum „Equal Pay Day 2014

Donnerstag, 28. November 2013

28.11.2013, Limburg

"Der überflüssige Mensch". Ausgrenzung bei Arbeit, Wohnung und Teilhabe. Eine Unausweichlichkeit unseres Systems?

Sozialpolitischer Vortrag im Rahmen einer Veranstaltungsreihe anlässlich von 25 Jahren Wohnungslosenhilfe der Caritas Limburg

Mittwoch, 27. November 2013

27.11.2013, Bonn

"Wie attraktiv ist die Evangelische Kirche als Arbeitgeber?
Eine Außenperspektive auf den Elementarbildungsbereich der Tageseinrichtungen für Kinder zur Gewinnung und Bindung von gutem und qualifizierten Personal. Was ist zu beachten, muss besser werden und wovon sollte es mehr geben?"

Vortrag auf der Mitgliederversammlung des Rheinischen Verbandes  Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder

Dienstag, 26. November 2013

Das Statistische Bundesamt bringt es in der für die Bundesstatistiker so trockenen Art und Weise, aber zugleich absolut zutreffend schon in der Überschrift der Pressemitteilung über den neuen "Datenreport 2013" auf den Punkt: "Mehr Jobs, aber auch mehr Armut".
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Montag, 25. November 2013

Von "Work hard. Have fun. Make history" bei Amazon zur Proletarisierung der Büroarbeit in geistigen Legebatterien. Streifzüge durch die "moderne" Arbeitswelt.
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Freitag, 22. November 2013

Ein "historisches" Verhandlungsergebnis zur Finanzierung der Krankenkassen?
Fragt sich natürlich, für wen.
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22.11.2013, Frankfurt

"Wird schon irgendwie funktionieren versus geteilte Verantwortung für den Platzausbau für die Jüngsten"

Vortrag beim Fachtag "Qualität gemeinsam gestalten" der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Kinderarbeit Hessen

Donnerstag, 21. November 2013

Das deutsche "Jobwunder" zwischen glücksuchenden Zuwanderern, tollen Kopfzahlen und der eigenen Realität an den Rändern, die immer weiter in die Mitte wachsen.
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Mittwoch, 20. November 2013

Überall wird darüber diskutiert, dass landauf landab Erzieher/innen fehlen, dass es zunehmend schwieriger wird, in vielen Kitas überhaupt noch offene Stellen besetzen zu können. Eigentlich ideale Bedingungen dafür, dass sich an den Rahmenbedingungen der Arbeit etwas ändern müsste, beispielsweise bei der Vergütung. Das allerdings kann man derzeit nicht wirklich beobachten. Dann sollte man wenigstens erwarten, dass man pfleglich umgeht mit denen, die man (noch) hat. Aber auch das stellt sich teilweise ganz anders dar. Gehen wir beispielsweise nach Rheinland-Pfalz und dort in den Westerwaldkreis.
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Dienstag, 19. November 2013

Studiogast in der Nachrichtensendung "Der Tag" (Phoenix) am 19.11.2013, 23:00 - 0:00 Uhr zum Thema Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen in den Bereichen Arbeitsmarkt und Rente.
"Trippelschritt in die richtige Richtung" oder "Goldene Röcke für Deutschland" als symbolisches Substitut für wirkliche Veränderungen? Eine embryonale Frauenquote als Ablenkungsmanöver von den wahren Herausforderungen der Geschlechterpolitik.
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Montag, 18. November 2013

Die Rentenversicherung zwischen kinderzahlabhängiger Talfahrtbeschleunigung und einem schönen Blick auf die Schweizer Berge. Irgendwo dazwischen die großkoalitionäre Sparflamme.
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Die neue Woche startet mit einem quasi religiösen Hintergrundrauschen für die sich zuspitzenden Koalitionsverhandlungen. Das kann man ableiten aus den Worten des Fraktionsvorsitzenden der Unionsparteien im Bundestag, Volker Kauder: "Für die SPD sind die 8,50 Euro ein Glaubensbekenntnis", sagte der CDU-Politiker in der ARD. "Und das nehme ich zur Kenntnis, und deswegen ist es schon richtig, dass irgendwo diese 8,50 Euro auftreten werden." Bekanntlich und mal ganz wertfrei gesprochen haben Glaubensbekenntnisse ein fundamentales und letztendlich nie auflösbares Problem:
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Sonntag, 17. November 2013

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung - das ist die, die in der Werbung von sich ganz unbescheiden behauptet, hinter jeder stecke ein kluger Kopf - hat auch eine Sonntagsausgabe. Und in der neuen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung findet sich immerhin als Aufmacher im Wirtschaftsteil ein bemerkenswert schlechter Artikel mit der Überschrift "Es gibt zu viele Krippen in Deutschland" vom international anerkannten Krippen-Experten Georg Meck ;-)
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Samstag, 16. November 2013

Die Würde des Menschen ist unantastbar - "es sei denn, er ist altersdement oder sonst sehr pflegebedürftig". Und in Berlin? "Parturient montes, nascetur ridiculus mus"
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Auch wenn das Thema Kindertagesbetreuung derzeit irgendwie verloren gegangen ist in den Medien und damit auch in der öffentlichen Wahrnehmung - die Probleme sind deswegen nicht kleiner geworden. Ganz im Gegenteil besteht derzeit die Gefahr, dass aufgrund des Absinkens unter die medial vermittelte Wahrnehmungsschwelle die real existierenden schlechten Bedingungen vor Ort perpetuiert werden und darüber hinaus sich noch weiter verschlechtern müssen, denn in vielen Kommunen, denen heute schon das Wasser bis zum Hals steht, müssen aufgrund des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz weiter Plätze geschaffen werden für die Kleinsten - und angesichts der enormen Kosten, die damit verbunden sind, besteht eine innere Logik, dass der Ausbau mit einer Tendenz zur Absenkung der bereits heute schlechten Rahmenbedingungen verbunden sein wird.
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Freitag, 15. November 2013

Hartz mag Hartz IV nicht: "Hätte ich Leutheusser-Schnarrenberger geheißen, wäre mir das erspart geblieben".
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Academia meets Politics: Luncheon Discussion with Professor John Hattie
15.11.2013, Berlin, Parlamentarische Gesellschaft
>> zu John Hattie: www.visiblelearning.de

Donnerstag, 14. November 2013

14.11.2013, Birkenfeld

„Jenseits des Alarmismus, aber vor der Existenzfrage: Was der demografische Wandel für die Landkreise bedeutet und was man (nicht) machen sollte/könnte/müsste!“

Vortrag auf der Öffentlichen Hauptversammlung des Landkreistages Rheinland-Pfalz

Mittwoch, 13. November 2013

Immer wieder wird man in diesen Tagen seitens interessierter Vertreter der "Den Deutschen geht es immer besser"-Message mit dem Hinweis konfrontiert, dass die von den "anderen", also zumeist linken politischen Kräften und sonstigen Berufspessimisten kolportierte These, dass die Ungleichheit in unserer Gesellschaft zunehmen würde, seit Jahren schon nicht mehr zutreffe, wir ernten jetzt die Früchte der "Flexibilisierung" des Arbeitsmarktes und auch die Niedrigst- und Niedriglöhner würden profitieren von Job- und sonstigen Wundern in diesem Land - ergo dürfe man auf keinen Fall den Niedriglohnsektor etwa durch einen unverschämt hohen Mindestlohn beschädigen, würde man doch die angeblich dort gestrandeten Geringqualifizierten und sonstige Problemgruppen des Arbeitsmarktes wieder in die bittere Arbeitslosigkeit treiben.
An solchen Stellen muss man sich immer wieder mal retten in die Welt der "kalten" Zahlen und Fakten.
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Der Mindestlohn ist schlecht, sagen die Wirtschaftsweisen. Einer von ihnen sagt das Gegenteil. Schauen wir also mal genauer hin.
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Interview mit mir zu einem Thema, das leider irgendwie aus der medialen Aufmerksamkeit verschwunden ist. Aber deshalb sind die Probleme keineswegs weg:

"In vielen Krippen herrschen hanebüchene Zustände", Süddeutsche.de, 13.11.2013
Zentrale Probleme in der Kinderbetreuung werden durch den schnellen Krippenausbau noch verschärft: Sozialwissenschaftler Stefan Sell über den Erziehermangel und die Gefahr, dass die Politik lieber die nächste Sau durchs Dorf treibt statt endlich die Qualitätsdefizite in den Kitas zu beseitigen

Dazu auch die gute Zusammenfassung in dem Artikel:

 Barbara Galaktionow: So sollten Kinder betreut werden, Süddeutsche.de, 13.11.2013
Der Krippenausbau geht voran, doch dabei bleibt die Qualität vielfach auf der Strecke. Was muss passieren, damit Eltern ihre Töchter und Söhne guten Gewissens in die Kita bringen können? Die Agenda 2017 fasst zusammen, was die Politik tun muss - damit Kinder nicht nur verwahrt, sondern auch gefördert werden
13.11.2013, Spiesen-Elversberg

"Die Sozialpolitik in den kommenden Jahren vor dem Hintergrund der anstehenden Neuauflage einer Großen Koalition"

Vortrag auf der Mitgliederversammlung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland

Dienstag, 12. November 2013

Wieder einmal gut gemeint, aber nur gehopst statt gesprungen? Der nette Versuch, Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern auf dem Berichtsweg herzustellen.
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Interview "Große Koalition: Neue Fesseln für den Arbeitsmarkt?" im Wirtschaftsmagazin "Profit" (WDR 5) am 12.11.2013, 18:05 - 18:30 Uhr
>> Audio
12.11.2013, Köln

„Zweiter und dritter Arbeitsmarkt in Deutschland. Ein Geschäftsfeld für Bildungsträger?" 

Vortrag auf der Mitgliederversammlung der Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland

Sonntag, 10. November 2013

Da ist es wieder, dass bildungspolitische Desaster namens "Kooperationsverbot". Erste Signale aus der Koalitionsverhandlungsgruppe "Bildung" deuten an, wohin die Reise gehen wird.
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Samstag, 9. November 2013

Placebo-Politik im Gesundheitswesen - dafür braucht man nun wirklich keine Große Koalition.
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Viele starren derzeit nach Berlin - und warten auf Ergebnisse aus den Koalitionsverhandlungen. Unter anderem geht es da auch um die Bildung und ganz konkret um den - übrigens durch die letzte GroKo angerichteten - Schlammassel namens "Kooperationsverbot" zwischen Bund und Ländern, das sich zunehmend als das herausstellt, was damals im Vorfeld seiner sogar grundgesetzlichen Verankerung von 101% aller befragten Experten bereits vorausgesagt wurde: Schwachsinn und der Komplexität einer modernen Bildungsgesellschaft nicht angemessen. In der Folge haben die föderalen Systeme im Lichte der tatsächlichen Herausforderungen dann so reagiert, wie man das kennt: mit Umgehungsstrategien.
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Freitag, 8. November 2013

Studie des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) der Hochschule Koblenz: 435.000 Menschen in Deutschland nahezu chancenlos am Arbeitsmarkt:

Obermeier, Tim; Sell, Stefan und Tiedemann, Birte: Messkonzept zur Bestimmung der Zielgruppe für eine öffentlich geförderte Beschäftigung. Methodisches Vorgehen und Ergebnisse der quantitativen Abschätzung (= Remagener Beiträge zur Sozialpolitik 14-2013), Remagen, 2013
>> PDF-Datei


Forscher der Hochschule Koblenz berechnen: 435.000 Menschen in Deutschland nahezu chancenlos am Arbeitsmarkt
Gibt es noch eine Zielgruppe für öffentlich geförderte Beschäftigung? Wenn ja, wer sind diese am Arbeitsmarkt nahezu chancenlosen Menschen und wie viele? Wissenschaftler des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) der Hochschule Koblenz haben den potentiellen Personenkreis definiert und seine Größe auf Basis des Panels Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS) berechnet. Das Ergebnis: Mehr als 435.000 Menschen in Deutschland sind so „arbeitsmarktfern“, dass ihre Chancen auf einen regulären Arbeitsplatz gen Null gehen. Gleichzeitig zeigen diese Menschen eine hohe Arbeitsmotivation und fühlen sich zunehmend gesellschaftlich ausgegrenzt. Zusammen mit ihnen leben mehr als 300.000 Kinder, die von der Situation ihrer Eltern betroffen sind.
08.11.2013, Wiesbaden

Vorstellung der Studie "Messkonzept zur Bestimmung der Zielgruppe für eine öffentlich geförderte Beschäftigung. Methodisches Vorgehen und Ergebnisse der quantitativen Abschätzung" des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (IBUS) im Rahmen einer Pressekonferenz der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Hessen in Kooperation mit der Initiative Pro Arbeit bei der Landespressekonferenz Hessen

Donnerstag, 7. November 2013

Der Staat sorgt sich um sich: Leiharbeit minus für die "normale" Wirtschaft, Leiharbeit plus für öffentliche Arbeitgeber?
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Mittwoch, 6. November 2013

Hartz IV: Von "einladungsresistenten Leistungsberechtigten" über die Konstruktion von "guten" und "schlechten" Alleinerziehenden bis hin zum Sterben ordentlicher Träger von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die nicht mehr können und nicht mehr wollen.
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Dienstag, 5. November 2013

Entsetzte Arbeitgeber(funktionäre), wenn Sonntagsreden Wirklichkeit zu werden drohen, zugleich aber auch betriebliche Realitäten eigener Art und Frauen, die sich selbst schädigen.
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Erinnern wir uns noch an den kurzen Moment der medial inszenierten Betroffenheit, als angesichts von mehr als 1.100 Toten und 2.500 Verletzten bei einem Fabrikeinsturz in Bangladesch die Frage der Arbeitsbedingungen an den ausgelagerten Werkbänken der Textilkonzerne sogar bis in die Talkshows von Jauch & Co. geschwappt ist? Eigentlich ist das noch gar nicht so lange her - aber schon wieder versunken im Schattenreich der wabernden Wiedervorlage-Themen.
Und was muss man heute der Wirtschaftspresse entnehmen? Das Geschäft mit Bekleidung zu Niedrigstpreisen floriert – trotz Negativschlagzeilen über die Herstellungsbedingungen.
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Montag, 4. November 2013

Interviewpartner im Beitrag "Freiwillige Überstunden zum Nulltarif? Netto-Mitarbeiter unter Druck" des Wirtschaftsmagazins „WISO“ (ZDF) am 04.11.2013, 19:25 – 20:15 Uhr
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Schein und Sein in der Arbeitslosenverwaltungswelt: Bunte Farbe für die Agentur und "Verfolgungsbetreuung" von Jugendlichen in Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften im Untergeschoss der Jobcenter.
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Sonntag, 3. November 2013

Was war das für eine Welle vor ein paar Monaten, als es um das "Betreuungsgeld" in der öffentlichen Diskussion ging. Zeitweilig konnte und musste man den Eindruck bekommen, die mit dieser Leistung vorgesehenen und mittlerweile auch eingeführten 100 Euro entscheiden über Schicksalsfragen der in unserem Land lebenden Familien. Das Thema wurde einerseits hochgepusht zu einer grundsätzlichen Frage der "Wahlfreiheit" von Familien, auf der anderen Seite fielen die Kritiker über diese neue Geldleistung her und demaskierten diese als "Herd"- oder "Fernhalteprämie".
Dabei geht es in Wirklichkeit am Beispiel dieser Geldleistung um grundsätzliche Fragen der Familienpolitik, die sich allerdings nicht auf das neue Pflänzchen Betreuungsgeld reduzieren lassen, vielmehr kann man diese exemplarisch daran aufzeigen und zur Diskussion stellen.
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Samstag, 2. November 2013

Interviewpartner im Beitrag "Betreuungsgeld: Zwischenbilanz nach drei Monaten" in der Nachrichtensendung "Aktuelle Stunde" (WDR-Fernsehen) am 02.11.2013, 18:50 - 19:30 Uhr
Heiße Ware aus dem Knast: Ein Blick auf die Arbeitswelt hinter den "schwedischen Gardinen".
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Wie der amputierte "Zivildienst 2.0" in die Fußstapfen der "Ein-Euro-Jobs 1.0" getreten ist und was das alles mit der "Lebenslüge" der öffentlich geförderten Beschäftigung zu tun haben könnte.
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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Immer wieder wird man mit der Aussage konfrontiert, dass das deutsche Gesundheitssystem eines der besten auf diesem Globus sei. Und bei aller Kritik: Wenn man die Versorgungssituation in Deutschland vergleicht mit der Wartelisten-Steuerung oder gar der Rationierung bestimmter Leistungen in Abhängigkeit beispielsweise vom Alter in anderen Ländern, dann muss man wirklich zugestehen, dass bei uns auch Menschen Zugang zu wichtiger medizinischer Versorgung bekommen, die es in anderen Ländern weitaus schwerer haben. Auf der anderen Seite ist es unvermeidbar, die Ergebnisse und die Leistungsfähigkeit des eigenen Gesundheitssystems permanent einer kritischen Prüfung und Infragestellung zu unterwerfen.
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Mittwoch, 30. Oktober 2013

Ein schrumpfender "Ausbildungsmarkt" (der kein wirklicher Markt ist) für viele Jugendliche in Zeiten des (angeblichen) Fachkräftemangels und nicht besetzbarer Ausbildungsplätze in vielen Betrieben?
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Dienstag, 29. Oktober 2013

Interview zum Thema "Mindestlohn: Chance oder Fiasko für den Arbeitsmarkt?" beim Internet-Radiosender detektor.fm am 29.10.2013
29.10.2013, Frankfurt

„Inklusion – Nicht immer ist gut gemeint auch gut gelungen“

Vortrag auf dem Diakonieforum 2013 mit dem Thema "Inklusion" des Diakonischen Werks in Hessen-Nassau
Interviewpartner im Beitrag "Mindestlohn im Friseurhandwerk" im "Morgenmagazin" (ZDF) am 29.10.2013, 05:30 - 09:00 Uhr

Montag, 28. Oktober 2013

Mit Gottes Hilfe gegen den gesetzlichen Mindestlohn? Was bleibt, sind immer wieder solche Behauptungen: Die Gefährdung der Tarifautonomie, die angeblich ganz vielen Ungelernten im Niedriglohnsektor und die Produktivitätsfrage.
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Sonntag, 27. Oktober 2013

Überall sind die Folgen der grassierenden Personalkostensenkungsstrategien und damit verbunden des zunehmenden Mangels an Personal zu spüren. Das führt dann nicht nur zu der immer gebetsmühlenhafter vorgetragenen Forderung des verbliebenen Personals nach einer Entlastung durch eine Personalaufstockung, sondern hin und wieder zu wütenden oder verzweifelt-frustrierten Protesten derjenigen, die von den Folgen des Personalmangels betroffen sind. Der eine oder die andere wird an dieser Stelle sofort an die Pflege denken oder auch - zunehmend - an die Erzieher/innen in den Kindertageseinrichtungen.
Aber kaum einer denkt hier wahrscheinlich an die Gefangenen im Strafvollzug.
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Samstag, 26. Oktober 2013

Dicke Backen machen gehört zur Jobbeschreibung. Die Arbeitgeberfunktionäre machen mobil gegen einen möglichen Mindestlohn und gegen eine mögliche Regulierung der Werkverträge.
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Zuweilen kann man schon den Eindruck bekommen, es gibt eine Flut von Preisen und Auszeichnungen für irgendwelche Modellprojekte, deren Relevanz aber häufig in keinem Verhältnis zu den Lobeshymnen über die Preisträger stehen. Auf der anderen Seite kann man über diesen Weg auch Aufmerksamkeit schaffen für innovative Ansätze und Ideen, denen man eine weitere Ausbreitung wünscht. Und eine eigene Bedeutung kann das haben, wenn es um Themen und Menschen geht, die immer mehr aus dem Fokus der Berichterstattung und der Aufmerksamkeit fallen. Dazu gehört derzeit bei uns in Deutschland sicher und in zunehmenden Maße die Gruppe der jungen Menschen, die große Schwierigkeiten haben oder es schlichtweg nicht schaffen, die Hürde zwischen Schule und Berufsausbildung zu nehmen - aus ganz unterschiedlichen Gründen.
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"Menschen aus der Niedriglohnfalle befreien".
Gastbeitrag zur aktuellen Mindestlohndebatte in der Rhein-Zeitung vom 26.10.2013, S. 7

Freitag, 25. Oktober 2013

Seit dem 1. August 2013 kann man nach Sichtung der Berichterstattung den Eindruck bekommen, dass hinsichtlich der Kindertagesbetreuung in Deutschland alles in Ordnung ist. Vor dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr wurde spekuliert, ob die Kommunen unter einer Klagewelle frustrierter Eltern zusammenbrechen werden - und als dann direkt Anfang August kein Klage-Tsunami ausbrach, hat sich ein Großteil der Medien wieder anderen mehr oder weniger wichtigen Themen zugewandt. Aber diejenigen, die sich mit dem Feld beschäftigen, wissen genau, dass es zahlreiche Baustellen gibt, die aufgemacht wurden und in einem teilweise katastrophalen Zustand sind. Und viele wissen auch, dass seit Jahren und gerade im Zusammenhang mit der Ausweitung der Betreuung auf die ganz kleinen Kinder immer wieder darauf hingewiesen wird, dass wir dringend Verbesserungen der Strukturqualität benötigen. Was man beispielsweise für einen Personalschlüssel braucht, das wurde und wird immer wieder vorgetragen. Genau so verhält es sich mit anderen Voraussetzungen  guter Arbeit in den Kindertageseinrichtungen - und in der Kindertagespflege, die meistens vergessen wird.
Aber kaum jemand spricht über die Finanzen - und am Gelde hängt's natürlich auch hier. Und gerade in diesem Bereich, der gekennzeichnet ist durch eine erhebliche Unterfinanzierung sowie gleichzeitig auch durch eine hoch problematische Fehlfinanzierung. Und wenn wir die Bedingungen in den Einrichtungen und bei den Tagespflegepersonen im Interesse der Kinder wirklich verbessern wollen, dann brauchen wir nicht nur mehr Geld, sondern dieses Geld muss anders aufgebracht werden. Deshalb fordere ich bereits seit langem eine deutlich stärkere und regelgebundene Mitfinanzierung des Bundes und damit verbunden eine spiegelbildliche Entlastung der Kommunen und der Eltern.
Dazu habe ich nunmehr als Diskussionsvorschlag die Grundzüge eines "KiTa-Fonds" entwickelt, mit dem man die angestrebte Reform der Finanzierung realisieren könnte, wenn man denn wollte. Und ich habe das verknüpft mit dem in Aussicht gestellten "Bundesqualitätstgesetz" für die Kindertagesbetreuung.

Am Donnerstag, dem 24.10.2013, hatte ich die Möglichkeit, mein Modell vor der Bundespressekonferenz in Berlin zu präsentieren, gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden der AWO, der angesichts der eigenen Erfahrungen in den 2.300 Kitas des Verbandes weiß, dass man jetzt auch mal konkreter darüber diskutieren muss, wie viel Geld wir brauchen und wer es denn aufbringen soll.
Wer mehr dazu erfahren möchte, den verweise ich an dieser Stelle auf meinen Blog-Beitrag "Kindertagesbetreuung - war da nicht mal was? Ja - und da sind weiterhin viele Baustellen. Und Baustellen kosten bekanntlich Geld. Also wird es Zeit, über Geld zu reden. Und nicht nur über zu wenig Geld", den ich auf der Seite "Aktuelle Sozialpolitik" als Einstieg und Zusammenfassung veröffentlicht habe.

Wer sich für meinen Modellvorschlag einen "KiTa-Fonds" betreffend interessiert, kann sich eine Zusammenfassung hier als PDF-Datei downloaden:

Stefan Sell: Die Finanzierung der Kindertagesbetreuung vom Kopf auf die Füße stellen. Das Modell eines „KiTa-Fonds“ zur Verringerung der erheblichen Unter- und Fehlfinanzierung der Kindertagesbetreuung in Deutschland, Berlin 2013

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Studiogast in der Sendung "Mindestlohn statt Hungerlohn - Sorgt die Große Koalition für bessere Jobs?" in der Talksendung "Anne Will" am Mittwoch, 23.10.2013, 22:45 - 0:00 Uhr (ARD)


Weitere Studiogäste zu dem Thema: Julia Klöckner, stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, Olaf Scholz, stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender und Erster Bürgermeister der Stadt Hamburg, Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln sowie Jonny Sauerwein, Inhaber eines Landhotels in Sachsen.
Interviewpartner im Beitrag „Billig-Lohn-Modell Werkvertrag“ des Politikmagazins „Fakt“ (ARD) am 22.10.2013, 21:45 – 22:15 Uhr
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In Deutschland wird diskutiert, wie der Arbeitsmarkt organisiert werden könnte, dass alle Beschäftigten von ihrem Lohn auch leben können. Derzeit boomen aber eher Billiglöhne, Leih- und Zeitarbeit. Zunehmend werden auch Werkverträge zum Lohndumping benutzt.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Der Arbeitsmarkt ist ein weites Feld - und weit unter dem diskutierten Mindestlohn brodelt das Lohndumping. Man muss nur hinschauen (wollen).
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Montag, 21. Oktober 2013

Der Mindestlohn als große Schweinerei. Nein, nicht so, wie jetzt manche reflexhaft denken. Sondern die Fleischindustrie will mit einem solchen sauberer werden.
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Interviewpartner im Beitrag "Pro und Contra Mindestlohn" im "Mittagsmagazin" (ARD) am 21.10.2013, 13:00 - 14:00 Uhr

Sonntag, 20. Oktober 2013

Interviewpartner im Beitrag "Hartz IV-Urteil. Mehr Sozialleistungen für Zuwanderer?" in der Sendung von "Cosmo TV", dem integrationspolitischen Fernsehmagazin (WDR-Fernsehen) am 20.10.2013, 16:00 - 16:30 Uhr
"Die Preise für Mädchen sind niedrig: Sie liegen zwischen 500 und 2.000 Euro". Ökonomisch ist das "gut" für Deutschland. Menschlich eine Katastrophe.

Diese Tage drehen sich die Debatten in Deutschland vor allem darum, ob demnächst aufgrund eines möglichen Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro in der Stunde Millionen arbeitslos gewordener Niedriglöhner bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern Schlange stehen werden und zum anderen schaut man mit größer werdenden Interesse in die Schatullen der Kirchen, vor allem der katholischen Kirche. Dabei gibt es durchaus weitere Themen, die von Interesse sein sollten, allerdings irgendwie nur am Rande abgehandelt werden und es nicht schaffen, in das Zentrum der Aufmerksamkeit vorzustoßen. Möglicherweise liegt das daran, dass bei diesen Themen Deutschland, diese angebliche Prachtexemplar eines modernen Landes, gar nicht gut wegkommt. Werfen wir also mal einen Blick auf das Thema Menschenhandel.
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Donnerstag, 17. Oktober 2013

"Wer da hat, dem wird gegeben" - manchmal aber lohnt es sich, dabei genauer hinzuschauen, was man bekommt
Normalerweise ist es ja so, dass in Studien immer nachgewiesen wird, dass Menschen, die ökonomisch schlechter gestellt sind, auch in vielen anderen Lebensbereichen mit schlechteren Bedingungen konfrontiert sind. Dazu gehört auch der Gesundheitsbereich.
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Der Mindestlohn im Ringkampf der Parteien und Ökonomen - zugleich ein Fallbeispiel für die Reduzierung von Arbeitsmarktpolitik auf eine unterkomplexe Ein-Punkt-Politik.
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Interviewpartner im Beitrag "Mindestlohn - was ist das?" in der "Landesschau Rheinland-Pfalz" (SWR-Fernsehen) am 17.10.2013, 18:45 - 19:45 Uhr
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Mittwoch, 16. Oktober 2013

"Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat" (Winston Churchill)
Eine Gruppe von Wirtschaftsforschungsinstituten wird am morgigen Donnerstag das "Herbstgutachten 2013" der Öffentlichkeit vorstellen. Und da sagen sie auch was zum Thema Mindestlohn.
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Montag, 14. Oktober 2013

Neue Veröffentlichung:

Sell, S. (2013): Potenziale nutzen und Perspektiven schaffen - Fachkräftesicherung als bildungspolitischer Auftrag, in: Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.): Perspektive Berufsabschluss. Dokumentation der Fachtagung vom 4. Juni 2013 in Berlin, Bonn 2013, S. 10-20
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Sonntag, 13. Oktober 2013

Wenn ein Speditionsunternehmen in Lettland philippinische Lkw-Fahrer mit lettischer Arbeitserlaubnis quer durch EU-Europa fahren lässt - dann versteht man den Schulterschluss von Logistik-Unternehmen und der Gewerkschaft ver.di in Deutschland.
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Über Inklusion wird in Deutschland zumindest immer mehr geredet - was aber bekanntlich nicht gleichzeitig bedeuten muss, dass wir auch immer mehr davon in der Realität bekommen. Nicht selten wird das Nicht-Tun mit Viel-Reden überdeckt. Erschwerend kommt hinzu, dass man in Deutschland gerne dazu neigt, solche Groß-Themen wie Inklusion (die sich aber in praxi oftmals nur sehr kleinteilig und individuell auf einen konkreten Fall bearbeiten lassen) unter dogmatischen Gesichtspunkten zu behandeln - meistens läuft das dann unter Codierungen ab wie "dafür-dagegen", "gut-schlecht", mithin also in der bekannten Schwarz-Weiß-Typologie letztendlich ideologischer Debatten.
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Samstag, 12. Oktober 2013

Interviewpartner im Beitrag "10 Jahre Hartz IV" in der Nachrichtensendung "Aktuelle Stunde" (WDR-Fernsehen) am 12.10.2013, 18:50 - 19:30 Uhr
Interviewpartner im Beitrag "Keine Allheilmittel gegen Armut. Vor- und Nachteile eines gesetzlichen Mindestlohns oder einer tariflichen Lohnuntergrenze" in der Hintergrund-Sendung des Deutschlandfunks (DLF) am 04.10.2013, 18:40 - 19:00 Uhr
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Eine Kernforderung der SPD ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler warnen jedoch davor, eine solche Regelung mit überzogenen Hoffnungen zu überfrachten. Aber auch die von der Union vorgeschlagene Lohnuntergrenze schützt nicht vor Dumpinglöhnen.
"Deutschland ist nicht das Paradies", findet der spanische Radiosender Cadena Ser. Wie kommt man nur zu so einer Schlussfolgerung?
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Freitag, 11. Oktober 2013

From bad to worse: Wenn die Suppenküchen des Roten Kreuzes und anderer Hilfsorganisationen in Europa wieder angeworfen werden (müssen) und Google auf den Bermudas Urlaub macht.
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11.10.2013, Berlin

„Familie aus dem Gleichgewicht? Veränderte Rollen – neue Aufgaben“

Plenumsvortrag auf der Wissenschaftlichen Jahrestagung 2013 der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke)

Dienstag, 8. Oktober 2013

Interviewpartner  im Beitrag "Billige Auszubildende. Wie eine Supermarktkette mit dem Nachwuchs umgeht" des Politikmagazins "Report Mainz" (ARD) am 08.10.2013, 21:45 - 22:15 Uhr
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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Interview zu Thema Bilanz der Familienpolitik aus Sicht der Wirtschaftsforscher vom DIW, Ifo und ZEW und ihrer Kritik an der Bewertung durch Bundesfamilienministern Schröder in der Nachrichtensendung von SWRinfo am 02.10.2013, 14:20 - 14:24

>> Zum Thema vgl. auch "Experten gegen Kristina Schröder: Fünf Ideen für eine bessere Familienpolitik“ sowie ausführlich Bonin, H. et al.: Zentrale Resultate der Gesamtevaluation familienbezogener Leistungen, in: DIW Wochenbericht Nr. 40/2013

Dienstag, 1. Oktober 2013

Interview zum Thema "Arbeitgeber Bundestag" in der Morgensendung im Rahmen der Themenwoche zu den Arbeitsverhältnissen im Bundestag auf radioeins (rbb) am 01.10.2013, 08:40 - 08:45 Uhr

Sonntag, 29. September 2013

Das Kreuz mit den Steuern: Parteipolitische Sirenenklänge und Ausschließeritis versus einer bedarfsorientierten Diskussion. Das Steuerthema vom Kopf auf die Füße stellen.
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Das Motto kennt jeder: "Frechheit siegt". Leider, muss man als zivilisierter Mensch, der sich an das Ende der Schlange stellt und wartet genau so denken wie als aufmerksamer Beobachter der deutschen Arbeitsmarktpolitik.
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Samstag, 28. September 2013

Betriebliche Altersversorgung in der kritischen Diskussion - die "dritte Säule" der Alterssicherung tut sich schwer.
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Diese Tage kann man an zwei Beispielen aus dem Ozean an möglichen Beispielen das illustrieren, was in der verquast daherkommenden Sprache der Sozialwissenschaftler "Globalisierung der Verwertung des Faktors Arbeit" genannt wird: Die aktuellen Vorkommnisse in Bangladesch und in Katar stehen paradigmatisch für die beiden Seiten einer Medaille: Zum einen - dafür sei Bangladesch genannt - kommt die Arbeit zu den billigsten Arbeitskräften und zum anderen - das kann man am Beispiel Katar aufzeigen - kommen die billigsten Arbeitskräfte dahin, wo die Arbeit ist. Beide Seiten dieser Medaille führen zu einer unmenschlichen Vernutzung der Menschen, die in Wahrheit den "Faktor Arbeit" ausmachen.
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Freitag, 27. September 2013

Mehr als nur ein Blick in die Glaskugel: IAB-Prognose zur Arbeitsmarktentwicklung 2013/14 - und einige Schlussfolgerungen für die Arbeitsmarktpolitik.
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27.09.2013, Dortmund

„Kein Menschenrecht auf Arbeit für Langzeitarbeitslose? Für eine Erneuerung der Arbeitsmarktpolitik“

Vortrag auf der Bundestagung 2013 der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe: „Wohnungslosenhilfe mischt sich ein. Strategien gegen zunehmende Armut und sozialen Ausschluss“

Mittwoch, 25. September 2013

Das Thema Werkverträge hat in den vergangenen Monaten kontinuierlich an Fahrt aufgenommen - nicht mit Blick auf die vielen ganz legalen und sinnvollen Werkverträge, die tagtäglich in unserer arbeitsteiligen Wirtschaft abgeschlossen werden (müssen und auch weiterhin sollen), sondern mit Blick auf eine Instrumentalisierung der Rechtshülle Werkvertrag zum Zwecke des Lohndumping. In diesen Fällen geht es oftmals um den Tatbestand, dass das, was als Werkvertrag ausgewiesen wird, in Wirklichkeit eine unerlaubte Arbeitnehmerüberlassung darstellt.
Jetzt gibt es eine neue Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts, die dem Missbrauch der Werkverträge Grenzen setzen kann und wird.
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Dienstag, 24. September 2013

Da ist er schon, der Mindestlohn. Bevor sich die Parteien nach der Bundestagswahl überhaupt sortiert haben, wird schon wieder mit Studien hantiert.
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Die meisten werden sie kennen - Menschen, die in den Mülleimern am Flughafen oder in der Stadt nach verwertbaren Material suchen, vor allem Pfandflaschen, die man zu Geld machen kann. Für die einen stehen diese Menschen stellvertretend für Armut und bittere Not und für ein Verhalten, für das man sich selbst schämen würde, die anderen sehen darin wenigstens noch Ansätze der Selbsthilfe und der Verwertung von dem, was die Konsumgesellschaft so ausspuckt. Und dann gibt es auch noch Sozialwissenschaftler, die diese Menschen "studieren" und dabei feststellen, dass es selbst in diesem Segment ganz unten so etwas wie eine Hierarchie zwischen den Flaschensammlern gibt. Aber darum soll es hier nicht weiter gehen.
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Montag, 23. September 2013

Gerade einmal drei Tage nach dem Verkaufsstart der neuen iPhone-Modelle am 20. September meldet Apple einen Verkaufsrekord: Neun Millionen iPhone 5s- und iPhone 5c-Geräte sind über die Ladentheke gewandert. Die bisherige Bestmarke gab es vor einem Jahr beim iPhone 5 mit fünf Millionen Geräten am ersten Wochenende.
»Der Konzern erklärte in einer Pflichtmitteilung, der Umsatz im laufenden Quartal werde am oberen Ende der angekündigten Spanne von 34 bis 37 Milliarden Dollar liegen. Dies gelte auch für die Rendite, für die 36 bis 37 Prozent veranschlagt werden.«
Schöne Welt des globalen Konsums. Aber was hat das mit Sozialpolitik zu tun?
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Samstag, 21. September 2013

Ab Montag muss (wieder) gearbeitet werden: Sozialpolitische Themen und Baustellen für die kommende Legislaturperiode.
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Neue Veröffentlichungen:

Sell, S.: Familien heute zwischen strukturellen Notlagen und wirkmächtiger Idealisierung. Politische Dimensionen der Familienbildung, in: Forum Erwachsenenbildung, Heft 3/2013,
S. 27-31

Sell, S.: Das deutsche „Betreuungs(platz)wunder“. Einige kritische Anmerkungen, in: TPS. Theorie und Praxis der Sozialpädagogik, Heft 7/2013, S. 44-47

Donnerstag, 19. September 2013

Das große Vergessen: Alzheimer in unserer Gesellschaft - und auch in der Politik.
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Themen, die man sich im Wahlkampf mehr gewünscht hätte: Das Drama Altersarmut ante portas?
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19.09.2013, Wiesbaden

„Ein un-mögliches Unternehmen? Der eigentlich notwendige Umbau des ‚Übergangssystems’“

Vortrag auf der Fachtagung 2013 der LAG Arbeit Hessen „Dicke Bretter! Wie weiter in der Jugendberufshilfe?

Mittwoch, 18. September 2013

Schon vor Jahren wurde immer wieder über die Wildwest-Methoden in der Logistik berichtet, insbesondere bei den Paketzustellern. Dort geht es mit Blick auf die Arbeitsbedingungen teilweise drunter und drüber. Die beklagenswerten Zustände müssen auch gesehen werden vor dem Hintergrund der enormen Zuwächse, mit denen die Paketdienste Teil einer stetig expandierenden Konsummaschinerie sind, für die der Name Amazon hier nur stellvertretend genannt sein soll. All die Dinge, die wir im Internet mit einem Mausklick so bequem bestellen, müssen auch zum Kunden gebracht werden.
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Dienstag, 17. September 2013

Interviewpartner im Beitrag "Zwei-Klassen-Pfleger: Werkverträge erobern jetzt auch das Gesundheitssystem" des Politikmagazins "Report Mainz" (ARD) am 17.09.2013, 21:45 - 22:15 Uhr
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Einen längeren Auszug aus dem Interview mit mir gibt es hier >> Video
Nach den vielen Berichten über eine der Schattenwelten des deutschen "Jobwunders", gemeint sind hier die um sich greifende Nutzung von Werkverträgen zum Zwecke des Lohndumping, kann diese neue Meldung ein Stück weit ganz handfeste Hoffnung wecken: »Massenunterkünfte, Dumpinglöhne, ausufernde Arbeitszeiten: Hunderte Rumänen und Bulgaren arbeiten auf der Meyer-Werft in Papenburg. Zwei Monate nachdem zwei Arbeiter in ihrer Unterkunft verbrannten, haben Schiffbauer und IG Metall erstmals einen Tarif für Werkverträge ausgehandelt«.
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Sonntag, 15. September 2013

Sozialpolitische (Nicht-)Themen eingeklemmt "zwischen Plätscherparty und brodelnder Unruhe" im bedrohten Paradies. Anmerkungen zum Bundestagswahlkampf.
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Samstag, 14. September 2013

Gegen das immer schneller werdende Vergessen. Sich erinnern, auf Wiedervorlage legen und den Verantwortlichen nicht die Erleichterung gönnen, dass die nächste Themensau durchs Dorf getrieben wird. Anders ausgedrückt: 1.129 tote Seelen mögen die Verantwortlichen und die sich aus der Verantwortung stehlenden Personen heimsuchen.
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Aus den Untiefen einer kleingeschredderten Sozialpolitik: Das "Bildungs- und Teilhabepaket" und ein einsames Cello.
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Donnerstag, 12. September 2013

Interviewpartner im Beitrag "Endlos - der Streit um den Mindestlohn" in der Sendung DLF-Magazin (DLF) am 12.09.2013, 19:15 - 20:00 Uhr
Die schwarz-gelbe Koalition wehrt sich gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Dabei könnte damit ein wenig Gerechtigkeit und sozialer Frieden geschaffen werden. Dennoch: Eine Versicherungspolice gegen das Armutsrisiko vieler Menschen wäre der Mindestlohn nicht.
Da kann die vielbeschäftigte Kanzlerin auch schon mal durcheinander kommen: Zu den Untiefen der Leiharbeit und der anscheinend nicht eindeutigen Bedeutung des Wörtchens „vorübergehend“. Aber sie will sich ja „kümmern“.
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Mittwoch, 11. September 2013

Interview zum Thema "Mindestlohndebatte: Ja? Nein? Wenn ja: Wie viel?" in der Morgensendung auf radioeins (rbb) am 11.09.2013
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Dienstag, 10. September 2013

Jenseits der punktuellen Wahlkampf-Themen und hin zu den "sozialen Innovationen". Kann man ja mal vorschlagen.
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Leistung muss sich lohnen - für manche soll das ja eine Art Religionsersatz geworden sein. Aber auch für normale Menschen klingt das erst einmal sehr vernünftig und anstrebenswert, wenn wir mit Blick auf das Arbeitsleben beispielsweise an die aufopferungsvolle Leistung von Krankenschwestern, Erzieher/innen oder Facharbeitern im Dreischicht-Betrieb denken. Schaut man genauer hin, werden viele der genannten wirklichen Leistungsträger eher von gegenteiligen Erfahrungen berichten.
Aber in der Wirtschaft wird das Motto sehr hoch gehalten, vor allem von den "Führungskräften", die sich vollständig der Unternehmenssache hingeben. Und wenn das für die Wirtschaft gilt, dann ist es für die neue Bundesagentur für Arbeit, die sich unter ihrem Chef Frank-Jürgen Weise am liebsten wie ein börsennotierter Großkonzern aufstellen möchte, ein anstrebenswertes Ziel, das auch so zu machen.
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Da ist es wieder aufgetaucht aus dem Ozean der "familienpolitischen" Leistungen - das Betreuungsgeld. Was gab es im Vorfeld für einen Streit um diese neueste Kreation von Geldleistungen mit einer aufgeregten Debatte zwischen "Fernhalteprämie" und epochaler Herstellung von "Wahlfreiheit" schwankend, dann die ersten Meldungen nach dem Inkrafttreten zum 1. August dieses Jahres, wo Menschen, die das beantragt hatten, mit der Lupe gesucht werden mussten bis hin zu verzweifelten Aktionen der Befürworter wie in Bayern, die den potenziellen Betreuungsgeld-Eltern sogar vorausgefüllte Anträge ins Wohn- bzw. Schlafzimmer geschickt haben - und dann so eine Nachricht: "Viele Eltern gehen beim Betreuungsgeld leer aus".
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Montag, 9. September 2013

09.09.2013, Aachen

„Wir lassen keinen zurück! Oder doch? Neue Wege in der Arbeitsmarktpolitik“

Vortrag auf der Veranstaltung „Wegweiser für eine andere Arbeitsmarktpolitik“ von Pro Arbeit e.V. Aachen in Kooperation mit DGB-Region NRW Süd-West, Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege Aachen und dem Koordinationskreis der kirchlichen Arbeitsloseninitiativen im Bistum Aachen.

Samstag, 7. September 2013

Der gesellschaftliche Wertewandel ist unaufhaltsam und schlägt sich über kurz oder lang auch in den Zahlen nieder. Nehmen wir als Beispiel die Elternzeit mit Elterngeld-Bezug und hierbei die Frage der Väterbeteiligung.
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Die einen negieren ihn, die anderen spüren ihn: Ärztemangel in Deutschland zwischen Realität, Propaganda und notwendigen Fragen an die Bundesländer.
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Interview zum Thema "Arbeitslose brauchen Perspektive!" in: Caritas Concret Nr. 2/2013
Was geschieht mit „Ein-Euro-Jobbern“, wenn die Förderung endet? Sozialwissenschaftler des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (ibus) haben 45 Teilnehmer der arbeitsmarktpolitischen Maßnahme knapp ein Jahr lang begleitet.
Darin auch ein Beitrag des Bischofs von Trier, Dr. Stephan Ackermann: Neue Sicht: Der Blick auf die Menschen

Freitag, 6. September 2013

Werkverträge und ihr Missbrauch für unerlaubte Arbeitnehmerüberlassung - nicht nur im Schlachthof oder bei Daimler, auch in der grünen Stiftungswelt?
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06.09.2013, Frankfurt

„Alterseinkommen im Abwärtstrend – Ursachen und Bedeutung für kirchliches Handeln“

Vortrag auf der Fachtagung „Wofür wird es reichen? Auf dem Weg in ein Alter mit wenig Geld“.
3. Jahrestagung des Netzwerks „Leben im Alter“ der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau

Donnerstag, 5. September 2013

Das kennen wir ja auch aus unserem Land. Erfolgsmeldungen aus dem Bauch der Wirtschaftsmaschine und daran geknüpft die von vielen interessierten Seiten eingestreuten Hinweise, nun werden auch die armen Gestalten im Unterdeck des großen Gesellschaftsdampfers von den herabfallenden Essensresten mehr als bislang profitieren, weil man oben jetzt auch wieder mehr und besser essen kann.
Das gleiche Stück wird in Großbritannien aufgeführt.
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Mittwoch, 4. September 2013

Hier ein Bericht des Sozialverbands VdK zum "Pflegegipfel Rheinland-Pfalz 2013" am 03.09.2013, wo ich den Vortrag „Zur Gleichzeitigkeit von Entwertung und Aufwertung der Pflegeberufe in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels“ gehalten habe und an der Podiumsdiskussion beteiligt war.
>> "Pflegegipfel: Zeit für ein offenes Ohr"
Hört sich gut an, fühlt sich gut an - ist es aber nicht, wie so oft in der Steuerpolitik: Das "Familiensplitting"-Modell der Union.
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Dienstag, 3. September 2013

Viele Beobachter beklagen sich, dass es im laufenden bundesdeutschen Wahlkampf so wenig Inhalte gibt, über die man streitet. Also kann es nicht schaden, zu unseren österreichischen Nachbarn zu schauen, ob es da anders ist, denn auch die befinden sich im Wahlkampf. Es soll hier nicht um die teilweise extremen Ausfälle gegen Ausländer oder das, was manche Österreicher anscheinend dafür halten, gehen. Sondern um Themen, die auch uns in Deutschland bewegen (sollten): Um die Situation der Kinder im Vorschulalter und um die Arbeitslosen.
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Auf das Basisjahr kommt's an. Statistiker-Weisheit hilft bei der Einordnung der vielen Jubelmeldungen über den deutschen Jobwunder-Arbeitsmarkt.
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03.09.2013, Mainz

„Zur Gleichzeitigkeit von Entwertung und Aufwertung der Pflegeberufe in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels“

Vortrag auf dem "Pflegegipfel Rheinland-Pfalz 2013", veranstaltet vom Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz, DbfK – Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe Südwest und LAG Selbsthilfe

Montag, 2. September 2013

Wie man's macht, man macht es falsch - oder: Die Wahrheit liegt wie so oft wohl in der Mitte. Am Beispiel der Zuviel- und der Nicht-Arbeit.
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02.09.2013, Hannover

„Entwicklungslinien der Finanzierung von Kindertageseinrichtungen und deren Auswirkungen auf die Träger“

Vortrag auf der Mitgliederversammlung des Landesverbandes evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder mit dem Thema „Erwartungen an ein neues KiTaG“

Samstag, 31. August 2013

31.08.2013, Kirkel

„Werkverträge - (nicht nur) eine neue Runde im Lohndumping“

Vortrag auf der Vertrauensleute-Konferenz der IG Metall Homburg-Saarpfalz

Freitag, 30. August 2013

Wenn Geldsorgen den IQ auffressen und Arme im Labor und in der freien Wildbahn von Armutsforschern unter die Lupe genommen werden.
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Donnerstag, 29. August 2013

"Wie viele Behinderte haben schon eine Staatssekretärin als Bodyguard?" Wenn man will, was man soll - und dann feststellen muss, dass es gar nicht so einfach ist, das zu machen, was man angeblich soll.
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Von Äquivalenzeinkommen, Armutsgefährdungsschwellen und -quoten. Neue Befunde aus dem Mikrozensus.
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Mittwoch, 28. August 2013

In der Reportage "Erst gefeiert, dann gefeuert - Das Ende der Bürgerarbeit", die heute Abend im MDR-Fernsehen gezeigt wird, tauche ich auch als Interviewpartner auf, aber natürlich sind das immer nur Schnipsel von dem, was man insgesamt in dem Gespräch gesagt hat. Deshalb bin ich sehr froh, dass der MDR das vollständige Gespräch mit mir online gestellt hat, so dass man bei Interesse nachvollziehen kann, was ich ansonsten noch gesagt habe:

Interview zum Thema Bürgerarbeit
Die Bürgerarbeit sei als Tiger gestartet und wie so oft im Bereich der öffentlich geförderten Beschäftigung als Bettvorleger gelandet, sagt Prof. Sell. Warum? Das erklärt er hier:
>> Video

Darin auch einige grundsätzliche Ausführungen meinerseits zum Thema öffentlich geförderte Beschäftigung.
Interviewpartner in der Reportage "Erst gefeiert, dann gefeuert – Das Ende der Bürgerarbeit" am 28.08.2013, MDR-Fernsehen, 20:45 - 21:15 Uhr
>> Video
Wahnsinn, sensationell: Die Bundesregierung halbiert die Kinderarmut von 2,2 Millionen auf nur noch 1,1 Millionen. Was ist passiert? Eine deutliche Anhebung der Leistungen für Kinder? Die Einführung der Kindergrundsicherung? Eltern, die wieder existenzsichernde Arbeit bekommen haben? Da hätten wir was verpasst. Die Wahrheit ist wie so oft viel trauriger.
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Neue Zahlen über den Arbeitsmarkt lieferte uns heute das Statistisches Bundesamt. Eine erfreulich daherkommende Botschaft ist da in der Überschrift der Pressemitteilung zu lesen: "Atypische Beschäftigung sinkt 2012 bei insgesamt steigender Erwerbstätigkeit".
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Dienstag, 27. August 2013

Die unterschiedlichen Welten der Werkverträge und des Umgangs mit ihnen - von den Fleischzerlegebetrieben bis hin zur Champions League der deutschen Arbeiterbewegung, also der IG Metall.
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Interview zum Thema "Scheinwerkverträge und Lohndumping stoppen" bei MDR INFO am 27.08.2013, 12:48 Uhr
>> Interview

Montag, 26. August 2013

Die ganz große und die überschaubar kleine Welt liegen oft so nah beieinander oder: Was Hamburgs Veranstaltungskalender (möglicherweise) mit dem Organhandel in China zu tun hat.
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Samstag, 24. August 2013

Immer wieder taucht seit einiger Zeit in der sozialpolitischen Diskussion der Begriff der "Energiearmut" auf. Nun gibt es derzeit keine allgemein gültige Definition, der Begriff wurde und wird vor allem im Kontext der Debatte über die materielle Ausstattung der Menschen im Grundsicherungssystem (Hartz IV) sowie den Stromsperren verwendet. Zur vorläufigen Orientierung hinsichtlich des Begriffs kann eine in Großbritannien gebräuchliche Definition von Energiearmut herangezogen werden.
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Auf klassischen Pfaden in die Zukunft? Die Perpetuierung der Rollenverteilung im beruflichen Ausbildungssystem.
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Freitag, 23. August 2013

Läufst Du noch oder liegst Du schon unterm Messer? Immer diese Fallpauschalen im Krankenhaus. Sogar die Bundesregierung grübelt bzw. will grübeln lassen.
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Wenn man bewusst-unbewusst mit dem Feuer spielt, kann man darin umkommen. Warum es wichtig ist, einen nüchternen Blick auf das angebliche "Asylproblem" zu werfen.
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Donnerstag, 22. August 2013

Des einen Leid, des anderen Freud und für viele (wahrscheinlich) ganz normal: Arbeit, Sucht und die Zahlen darum herum.
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Interview zum Thema "Generation Praktikum. Arbeiten bis zum Umfallen?" in SWRinfo am 22.08.2013, 14:06 - 14:10 Uhr
Interviewpartner in der Dokumentation "Der Kandidaten-Check" (ARD) zur Bundestagswahl 2013 am 21.08.2013, 22:45 - 23:30 Uhr
>> Video

Mittwoch, 21. August 2013

Eine gefährliche Gemengelage: Über Berlin-Hellersdorf und darüber hinaus. Zur Entwicklung der Asylbewerberzahlen und der damit verbundenen Herausforderungen
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Bekanntlich gibt es in der arbeitsmarktpolitische Diskussion in Deutschland zwei Debatten, die durchaus zusammenhängen: Zum einen über die Frage, ob und wenn ja, in welcher Höhe ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden sollte und zum anderen über das Phänomen der "Aufstocker", also Menschen, die trotz Einkommen aus Erwerbsarbeit zusätzlich Leistungen aus dem Grundsicherungssystem beziehen, weil sie zu wenig verdienen. In diesem Kontext - es geht hier um Steuermittel von mehr als 10 Mrd. Euro pro Jahr - wird immer wieder und zu Recht darauf hingewiesen, dass die Aufstockung aus dem Hartz IV-System wie ein gigantisches "Kombilohnprogramm" zugunsten der Arbeitgeber, die niedrigste Löhne zahlen, wirkt. Hier ist die Schnittstelle zum Themenfeld Mindestlohn, denn natürlich wird die Aufstockungsproblematik hinsichtlich der einen Dimension - also der Tatbestand, dass es sich um eine Sozialisierung eigentlich betrieblich zu tragender Kosten handelt - dann besonders verstärkt, wenn es für die Arbeitgeber keine Lohnuntergrenze gibt, an die sie gebunden sind oder werden. An dieser Stelle könnte ein Mindestlohn tatsächlich Abhilfe schaffen bzw. das Problem zumindest deutlich entschärfen.
Und immer wieder wird von den Befürwortern eines Mindestlohnes darauf hingewiesen, dass es einen solchen als allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in vielen anderen Ländern gibt, sogar im Herzland des Kapitalismus, den USA. Und auch dort wird über "Aufstocker" diskutiert.
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Dienstag, 20. August 2013

Bulgaren und Rumänen: Kommen (noch) mehr und wenn ja wie viele? Und welche? Über Arbeits- und Armutszuwanderung aus dem Armenhaus der EU.
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Die Diskussion über (fehlende bzw. schlechte) Kita-Plätze hat merklich an Fahrt verloren, ist doch mit dem 1. August der Stichtag des Inkrafttretens des Rechtsanspruchs vorbei und neue Themen werden durchs Dorf getrieben. Aber ob nun kein Platz, irgendein Platz oder auch ein guter Platz - für viele Eltern in Deutschland sind mit einem Betreuungsplatz in einer Kita oder in der Tagespflege teilweise enorme Kosten - auch Elternbeiträge genannt - verbunden. Dabei ist die Varianz zwischen und in den Bundesländern erheblich: Zahlen die Eltern in Rheinland-Pfalz beispielsweise für einen Kita-Platz ab dem 2. Lebensjahr des Kindes überhaupt keinen Elternbeitrag, können das einkommensabhängig im benachbarten Nordrhein-Westfalen schon mal mehrere hundert Euro werden, pro Monat versteht sich.
Gerade vor diesem Hintergrund kann es interessant sein, mal einen Blick über den nationalen Tellerrand zu werfen und sich die Situation von Eltern in anderen Ländern anzuschauen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel sind die USA.
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Montag, 19. August 2013

Was für krasse Gegensätze: In den USA quellen die Gefängnisse über und die Kosten nehmen exorbitante Ausmaße an, während in den Niederlanden 19 Gefängnisse dichtgemacht werden sollen Der Grund: Es gibt zu wenige Häftlinge und die Gefängnisse sind zu teuer.
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Tiefen und Untiefen des branchenbezogenen Mindestlohns - am Beispiel des Wach- und Sicherheitsgewerbes.
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Sonntag, 18. August 2013

Schwarz oder weiß in der Arbeitsmarktpolitik bringt nicht viel - von der Flutschädenbeseitigung in Ostdeutschland bis hin zu Asylbewerbern auf deutschen Bahnhöfen.
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Samstag, 17. August 2013

Meine Mitarbeiter vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz und ich haben zusammen mit Frank Oschmiansky und Jürgen Kühl im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung das "Dossier Arbeitsmarktpolitik" auf der Website der Bundeszentrale komplett neu erstellt.

Dort gibt es jetzt zahlreiche Beiträge rund um die Arbeitsmarktpolitik.

>> Dossier Arbeitsmarktpolitik
Langsam aber sicher wird es gefährlich für die Bürger - die Daseinsvorsorge im Schraubstock von Personalabbau und bürokratischer Erstarrung.
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Freitag, 16. August 2013

Auch wenn es den vor sich hin plätschernden Nicht-Wahlkampf stört - mal wieder das deutsche "Jobwunder". Denn das wurde teuer erkauft.
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Kurz, knapp, bündig - eine neue Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Bedeutung der Dualen Berufsausbildung:

Christine Henry-Huthmacher und Elisabeth Hoffmann (Hrsg.): Duale Ausbildung 2020. 14 Fragen & 14 Antworten, St. Augustin, 2013


Darin drei Beiträge von mir:

Sell, S.: Wie sieht der Fachkräftebedarf bis 2030 aus?, in: Christine Henry-Huthmacher und Elisabeth Hoffmann (Hrsg.): Duale Ausbildung 2020. 14 Fragen & 14 Antworten, St. Augustin, 2013, S. 10-15

Sell, S.: Wie attraktiv ist zukünftig die duale Ausbildung? – Demografischer Wandel, Imageproblem und veränderte Schülerschaft, in: Christine Henry-Huthmacher und Elisabeth Hoffmann (Hrsg.): Duale Ausbildung 2020. 14 Fragen & 14 Antworten, St. Augustin, 2013, S. 18-24

Sell, S.: Wie verändert man das Berufswahlverhalten junger Menschen? – Zu viele Jugendliche interessieren sich für zu wenige Berufe, in: Christine Henry-Huthmacher und Elisabeth Hoffmann (Hrsg.): Duale Ausbildung 2020. 14 Fragen & 14 Antworten, St. Augustin, 2013, S. 47-50

Interviews zu den Themen "Muss es immer Abi sein?" und "Wie sieht der Fachkräftebedarf bis 2030 aus" im Rahmen der Tagesthemas "Familien unter Notendruck" bei HR-Info am 16.08.2013, 09:05 - 10:00 Uhr
>> Interviews

Mittwoch, 14. August 2013

Auch die Österreicher "flexibilisieren" gerne. Also die Arbeitgeber dort.
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"Die" Pflege mal wieder ... Von Betrug und fehlender Kontrolle hin zu der eigentlichen Frage: Wie sichert man gute Pflege, wenn man sie überhaupt bekommt?
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14.08.2013, Berlin

„Wer sparen will, achtet auf Qualität. Investitionen in kommunale Armutsbekämpfung aus volkswirtschaftlicher Sicht“

Vortrag auf der Fachtagung „Was tun gegen Armut?! Strategien und Gelingensfaktoren für die Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut in Berlin“. Eine gemeinsame Veranstaltung der Landesarmutskonferenz Berlin, des AWO Landesverbands Berlin e.V. und des Berliner Beirats für Familienfragen

Dienstag, 13. August 2013

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland hat heute die Studie "Transparenzmängel, Betrug und Korruption im Bereich der Pflege und Betreuung" in Berlin vorgestellt. Die Schwachstellen-Analyse stellt erhebliche Mängel fest: zu wenig Transparenz und Kontrollmöglichkeiten für die Betroffenen und jede Menge Möglichkeiten, die Abhängigkeit von Menschen mit Pflegebedarf wirtschaftlich auszubeuten.
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Montag, 12. August 2013

Das kennen wir: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen. Wir können es auch etwas seriöser formulieren und von einem weiteren Beispiel für den berühmten "Matthäus-Effekt" sprechen: "Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat." Diesmal geht es bei der Anwendung dieser Lebensweisheiten um die Fleischindustrie, die uns in den vergangenen Monaten auf Trab gehalten hat - Stichwort Leiharbeit, Werkvertragsarbeitnehmer aus Osteuropa, unwürdige Produktionsbedingungen usw. Nun müssen wir erneut lernen, wie doch die Dinge miteinander zusammenhängen - aber gleich vorweg die Frage: Hätten Sie geahnt, dass die Nutzung von Werkverträgen und die Energiewende in einem monetären Zusammenhang stehen? Nein? Ich auch nicht. Ist aber so.
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Mit Blick auf das Bahn-Chaos in Mainz könnte man einstimmen in die vielgestaltigen zynischen Verballhornungen, die in den sozialen Medien dazu produziert werden. Man könnte das tun, sollte es aber nicht. Denn vor unseren Augen läuft ein bitteres Lehrstück ab, das in realitas aufzeigt, wozu eine fehlgeleitete Ökonomisierung von Daseinsvorsorge - und dazu gehört die Bahn nach meinem Verständnis - führen kann, nein: muss.
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Blanke Not oder "gestiegene Konsumlust"? Vermutungen über eine Tatsache: Die Anzahl der Zweitjobs wächst weiter. Das Problem sind die Minijobs an sich.
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Samstag, 10. August 2013

Dank Bahn: Mainz vergeht das Singen und Lachen. Minimale Ausbildung, maximale Dienstzeit - das kann nicht gut enden. Ein kleines Lehrstück über das Totsparen beim "Faktor Arbeit" und was "Fachkräftemangel" ganz real bedeuten kann.
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Freitag, 9. August 2013

Vom Betreuungsreduktionismus über das draußen hin zu Kathedralen neuer Art? Gedanken über "Orte für Kinder".
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Donnerstag, 8. August 2013

Sind wir sukzessive auf dem Weg in einer Lagergesellschaft? Und das nicht nur an den Festungsmauern Europas, sondern inmitten unserer Gesellschaften im Herzen Europas?
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Immer diese Werkverträge - und immer wieder diese Wiederholungstäter. Eine neue Meldung erreicht uns aus dem Land der teuren Autos und des offensichtlichen Drangs, Lohndumping zu betreiben: "Missbrauch von Werkverträgen: Staatsanwaltschaft ermittelt in Autoindustrie", so meldet es Spiegel Online. Diesmal geht es nicht um Bandarbeiter bei Daimler, sondern um die Test- und Probefahrer. Und wieder um Daimler.
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Mittwoch, 7. August 2013

Die Bundesagentur für Arbeit - oder sagen wir genauer: die oberste Heeresleitung dieser (eigentlich Sozial-)Behörde - begreift sich selbst als "moderner Dienstleister am Arbeitsmarkt", als ein Konzern, der mit "modernen" Methoden der betriebswirtschaftlichen Managementlehre geführt wird oder sagen wir besser: der so verstanden werden möchte. Man sieht sich als ein stinknormales Unternehmen, wie - sagen wir mal nur so als Beispiel - ein Logistikunternehmen, das Aufträge für Kunden abwickelt und das möglichst effizient erledigen will, um die eigene Rendite erwirtschaften zu können.
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Wenn Eltern zur Gefahr werden ... Zahl der Inobhutnahmen der Jugendämter erreicht neuen Höchststand.
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Dienstag, 6. August 2013

Auch freiberufliche Künstler und Publizisten in Deutschland haben ein Stück Bismarck - die Künstlersozialkasse. Und da gibt es ein schwarzes Loch.
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Aachener Nachrichten: Interview: Ein Jobwunder? Nur sehr bedingt!
Die Oberfläche ist blankpoliert. Doch darunter sieht es alles andere als gut aus. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist vieles nicht in Ordnung. Zum einen gibt es weit mehr Arbeitslose, als die offizielle Statistik ausweist. Zum anderen ist der Preis für die gestiegene Erwerbstätigkeit hoch. Ein Gespräch mit dem Arbeitsmarktforscher Stefan Sell.
Im Schneckentempo durch ein gesellschaftspolitisches Minenfeld: Pflegepolitik im Dickicht der Expertenbeiräte, wohlfeiler Forderungen und den Niederungen ihrer Realität
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Neue Buchveröffentlichung:


Obermeier, Tim; Schultheis, Kathrin und Sell, Stefan (2013):

Endstation Arbeitsgelegenheiten!?
Teilhabeperspektiven in „Ein-Euro-Jobs“

Remagen: ibus-Verlag

ISBN: 978-3-938724-44-6

12,95 Euro inkl. MwSt. (zzgl. Versandkosten)


Sie können das Buch direkt per E-Mail bestellen: ibus-verlag@rheinahrcampus.de

Mit der Instrumentenreform und den Kürzungen im Eingliederungstitel haben sich die Rahmenbedingungen für Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung verändert. Die Zahl der Personen, die für eine Förderung in Frage kommt, weil ihre Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt sehr schlecht sind, bleibt hingegen annähernd konstant. Die vorliegende qualitative Studie geht der Frage nach, was mit den ehemaligen Teilnehmern an Arbeitsgelegenheiten (sog. „Ein-Euro-Jobs“) im Anschluss an die geförderte Beschäftigung geschieht. Dabei wird die Sicht der Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt. Jenseits der quantitativen Wirkungsforschung wird nach sozialen Teilhabeeffekten und -perspektiven der Teilnehmer gefragt.

Donnerstag, 1. August 2013

Interviewpartner im Beitrag "Betreuungsgeld - ein Flop?" in der Nachrichtensendung "Aktuelle Stunde" (WDR-Fernsehen) am 01.08.2013, 18:50 - 19:30 Uhr
Neue Veröffentlichung - passend zum heutigen Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Kinderbetreuungsplatz:


Sell, S. (2013): Das deutsche „Betreuungs(platz)wunder“. Einige kritische Anmerkungen zu den Erfolgsmeldungen am Vorabend des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr (= Remagener Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe 06-2013), Remagen, 2013
>> PDF-Datei

Mittwoch, 31. Juli 2013

Interview zum Thema "Langzeitarbeitslose müssen subventionierte Arbeitsplätze bekommen“ im Meinungsmagazin "Politikum" (WDR 5) am 31.07.2013, 19:05-19:30 Uhr
>> Audio

Montag, 29. Juli 2013

Interviewpartner im Beitrag "Hungerlohn für Erntehelfer" des Wirtschaftsmagazins "WISO" (ZDF) am 29.07.2013, 19:25 - 20:15 Uhr
 >> Video
Im September dieses Jahres wird bekanntlich ein neuer Bundestag gewählt - und nicht wenige werden definitiv nicht zu Wahl gehen bzw. tragen sich mit dem Gedanken, sich der Abstimmung zu verweigern. Bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2009 ist der Anteil der Nichtwähler auf 29,2% angestiegen - damit haben immerhin 18 Millionen Bürger/innen auf eine Stimmabgabe verzichtet. Auf der Basis der amtlichen Wahlstatistik kann man sowohl die Wahlbeteiligung wie auch die Stimmangabe differenziert nach Geschlecht und Altersgruppen auswerten. Schaut man sich beispielsweise die (Nicht-)Wahlbeteiligung 2009 nach Altersgruppen an, dann wird man feststellen, dass die jungen Menschen aus Sicht der Parteien ein "schlechtes Geschäft" darstellen
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Samstag, 27. Juli 2013

In den vergangenen Tagen wurde - ausgelöst durch den tragischen Tod von zwei rumänischen Arbeitern bei einem Brand in einer überfüllten Unterkunft im niedersächsischen Papenburg - erneut intensiver über das Thema Werkverträge und osteuropäische Billigarbeiter berichtet und diskutiert. Vorher wurde der massenhafte Einsatz von Werkvertragsarbeitnehmern am Beispiel der niedersächsischen Fleischindustrie an das Tageslicht der medialen Berichterstattung gezogen. Und in Niedersachsen geht es offensichtlich auch noch eine Etage tiefer.
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Freitag, 26. Juli 2013

Wenn Unsinn Wirklichkeit wird - das "Betreuungsgeld" taucht aus dem Loch Ness staatlicher Leistungen auf.
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Mittwoch, 24. Juli 2013

(Schein-)Werkverträge im Visier der Rechtsprechung
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Wieder einmal muss über die Festung Europa gesprochen werden - und über die, die innerhalb der Festung zu den reicheren Ecken der europäischen Wohlstandsinsel wandern. Werfen wir zuerst einen Blick auf die Außengrenzen des vereinigten Europa: Das Politikmagazin "Report Mainz" berichtete in seinem Beitrag "Jung, alleine und eingesperrt" über Menschen, die als Leichen an den Strand griechischer Mittelmeerinseln gespült werden, über die auf offener See von den Frontex-Einheiten, also der Prätorianergarde der Festungswache Europa, zurückgeschickten Flüchtlinge und über die, die es zwar auf griechischen Boden geschafft haben, dann aber interniert und zumeist auch wieder abgeschoben werden.
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Montag, 22. Juli 2013

Zwischen Himmel und Hölle: Wenn das Wohnen die einen arm und einige andere sehr reich macht
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Sonntag, 21. Juli 2013

Das Ehrenamt in der Krise und der Verein als vom Aussterben bedrohte Art? Neue Zahlen geben einige Hinweise, die eine andere Entwicklung andeuten
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Samstag, 20. Juli 2013

Zum Geschäftsmodell einer "modernen" Variante des Sklavenhandels hier bei uns vor der Haustür - immer wieder Leiharbeit, Werkverträge und ganz viele, die wegschauen statt sich zu kümmern
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Donnerstag, 18. Juli 2013

Studiogast zum Thema "Amazon, Globus - Leiharbeit und ihre Folgen" im Politikmagazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" am 18.07.2013, 20:15 - 21:00 Uhr
18.07.2013, Düsseldorf

„Leistungsorientierte Vergütung in der Kindertagespflege – ein Baustein für eine
dringend notwendige Systementwicklung in Zeiten des Rechtsanspruchs und darüber hinaus“

Vortrag auf der Fachtagung „Rechtsanspruch Kinderbetreuungsplatz – Auswirkungen auf die Kindertagespflege“ des Landesverbandes Kindertagespflege NRW